8 Mio. Dollar für MT Fairchem Bogey

Angeblich gestern wurde der am 18. Augst 2011 entführte Chemikalienfrachter Fairchem Bogey (Foto) mit 22 indischen Besatzungsmitgliedern an Bord freigelassen.

Nach einem Bericht von Somaliareport wurde ein Lösegeld von 8 Mio. Dollar bezahlt. Das Schiff war auf dem Weg von Ägypten nach Oman entführt worden, kurz nachdem es vor Salalah/Oman Anker geworfen hatte und auf einen freien Liegeplatz im Hafen zu warten begann. Die bis dahin an Bord stationierte bewaffnete Security Crew war gerade erst ausgeschifft worden, als die Piraten angriffen.

Bericht über die Entführung: hier.

MV Rosalia d’Amato freigelassen (Update)

Der italienische Bulker Rosalia d’Amato (Foto) mit 21 Mann Besatzung wurde gestern nach sieben Monaten in der Gewalt somalischer Piraten freigelassen.

Nach Angaben von SomaliaReport wurden 600.000 US-Dollar (nach anderen Quellen: 6 Mio. Dollar) Lösegeld bezahlt. Das 74.500-Tonnen-Schiff war am 21. April 350 sm südöstlich von Salalah/Oman im Indischen Ozean gekidnappt und nach Garacad/Somalia gebracht worden. Zunächst forderten die Piraten angeblich 7 Mio. Dollar Lösegeld. Aber zur Zeit laufen die Geschäfte so schlecht, dass die Gangster mit ihren Forderungen herunter gehen mussten.

Angeblich steckt eine Piratengruppe des Dishishe-Clans unter Führung des  Piratenhauptmannes Canbe dahinter. Die Gruppe soll auch ein weiteres italienisches Schiff, die Savina Caylyn, in ihrer Gewalt haben.

Piraten wollen 10 Mio Dollar für Fairchem Bogey

Der am 20. August entführte Chemikalien-Tanker Fairchem Bogey ankert jetzt vor Garacad an der Küste Somalias.

Die Entführer fordern ein Lösegeld von 10 Mio. US-Dollar. Die Fairchem Bogey (Foto) wurde gekidnappt, als sie vor Salalah/Oman auf Reede lag. Zu diesem Zeitpunkt war sie nicht mehr von bewaffneten Security Kräften beschützt. Die Männer waren im Oman von Bord gegangen, weil der Ankerplatz bisher als sicher galt.

Dass somalische Piraten Schiffe auf Reede attackieren ist neu. Das war bisher eher eine Spezialität der Seeräuber in Westafrika und vor der Küste Indiens, Pakistans und Bangladeshs.

Zwei weitere Piratenangriffe galten dem Tanker Al Balad vorgestern ebenfalls vor der Küste des Oman und dem Containerschiff MSC Namibia II heute 100 sm südlich von Mukalia im Jemen. Beiden Schiffen gelang die Flucht vor den schwer bewaffneten Angreifern.

(Source: somaliareport.com)

Piraten kidnappen Chemikalien Tanker

Gerade mal 6 sm vor dem Hafen von Salalah/Oman brachten Piraten heute den Tanker MT Fairchem Bogey (Foto) in ihre Gewalt.

Das 25.000-Tonnen-Schiff war mit einer 22köpfigen indischen Besatzung auf dem Weg von Ägypten nach Oman. Es gehört einer Reederei in Singapur wird aber von einer US-Firma Fairfield Chemical Carrier gereedert. Mehr…

Drama im Arabischen Meer: Freigelassene MV SUEZ sinkt, Crew evakuiert

Der ägyptische Frachter MV Suez ist nach seiner Freilassung durch somalische Piraten 100 sm vor Salalah/Oman in Seenot geraten. Die 22köpfige Besatzung wurde auf ein pakistanisches Kriegsschiff evakuiert. Die Suez treibt antriebslos im Meer. Mit ihrem Untergang wird jeden Moment gerechnet.

Das Drama um die Suez  (Foto) nimmt kein Ende. Vor zehn Monaten wurde sie von Piraten entführt. Die 22 Crew-Mitglieder aus Ägypten, Pakistan, Sri Lanka und Indien kamen in Geiselhaft.

Aber damit fing die Pechsträhne der Männer und ihres Schiffes erst an.

  • Als der Eigner und andere Geldgeber das Lösegeld in Höhe von 1,5 Mio. Dollar endlich zusammen hatten, schlug die Übergabe fehl. Die Geldboten wurden auf dem Flughafen in Mogadischu/Somalia verhaftet. Ihre Flugzeuge und das gesamte Lösegeld beschlagnahmt. Mehr...
  • Kaum war Ersatzgeld beschafft und das Schiff endlich freigelassen worden, wurde es auf dem Weg nach Salalah im Oman schon wieder von Gangstern attackiert und mit Panzergranaten beschossen. Einem Piraten gelang es sogar, an Bord der Suez zu klettern. Er wurde aber von der Besatzung trotz ihres schlechten Gesundheitszustandes überwältigt und ins Meer geworfen. Mehr…
  • Wieder versuchte das Schiff, den rettenden Hafen zu erreichen. Aber dann waren die Treibstofftanks leer. Die Suez trieb hilflos in der der durch den Monsun aufgewühlten See.
  • Ein herbeigerufener Schlepper fiel wegen technischer Probleme aus und konnte nicht helfen.

Inzwischen war aber wenigstens das pakistanische Kriegsschiff PNS Babur aufgekreuzt und schickte ein Boardingteam, Ärzte und Lebensmittel an Bord. Schließlich bat der Käpitän der Suez die Pakistani um die Evakuierung seiner Leute.

Unterdessen ist die Besatzung der Suez  auf dem Weg nach Pakistan (im übrigen eifersüchtig überwacht von der indischen Marine). Die Suez ist ihrem Schicksal preisgegeben und sinkt. Mehr…

Das letzte Bild der Suez-Besatzung vor der Evakuierung durch pakistanische Marine-Soldaten

Lösegeldübergabe für deutsches Schiff

Die somalischen Piraten haben die deutsche Susan K von ihrem Ankerplatz vor dem somalischen Küstenort Rasu Bina im Bargal Distrikt verlegt. Dies gilt als Anzeichen dafür, dass die Lösegeldübergabe dicht bevorsteht.

Der Frachter war am 7. April 200 sm nordöstlich von Salalah/Oman entführt worden. Die MV Susan K (Foto) war unter der Flagge von  Antigua und Barbuda  auf dem Weg von Port Sudan nach Mumbai. An Bord sind zehn, nach anderen Angaben 19 Seeleute, unter anderem aus der Ukraine und von den Philipinen. Das Schiff wird ersten, noch unbestätigten Recherchen zufolge von der Leerer Reederei Nimmrich & Prahm bereedert.

Nach Angaben aus Somalia hat sich die Reederei mit den Piraten auf ein Lösegeld in Höhe von 4 Mio. Dollar geeinigt. Angeblich erschien den Gangstern Rasu Bina für die Übergabe nicht sicher genug, weil häufig Militär-Helikopter den Ort überfliegen. Das Lösegeld soll aus Flugzeugen über dem Schiff abgeworfen werden. (Wie das funktioniert, lest ihr hier.)

Das Schiff befindet sich jetzt auf dem Weg nach Hafuun. Die Piratengruppe und ihre Finanziers haben sich mit sechs Geländewagen ebenfalls auf dem Weg zur neuen Destination gemacht, wie die gewöhnlich gut informierte Nachrichtenseite SomaliaReport meldet.


MV SUEZ schon wieder von Piraten angegriffen

Vier Tage nach ihrer Freigabe wurde die vor zehn Monaten gekaperte MV Suez erneut von Piraten attackiert.

Erst am Samstag war das Schiff gegen Zahlung von 1,5 Mio Dollar Lösegeld von somalischen Piraten freigelassen worden. Bei der Lösegeldzahlung war es zu einem Zwischenfall gekommen. Die Agenten, die das Geld über dem Schiff abwerfen sollten, wurden in Mogadischu mit Reisetaschen voller Dollarscheine verhaftet. Anscheinend wurde die Summe auf anderem Wege übergeben.

Die Besatzung der Suez besteht aus 6 Indern, 4 Pakistanis, 1 Sri Lankan und 11 Ägyptern.

Das Lösegeld war vom Ansar Burney Welfare Trust (ABWT), der Sindh Regierung und den Eignern der Suez aufgebracht worden. Nach der Freilassung dampfte das Schiff in Richtung Salalah/Oman, um dort notwendige Reparaturen vornehmen zu lassen und Kraftstoff zu bunkern. Es befand sich dabei unter indischer Satelliten-Überwachung.

Kurz vor Erreichen des Hafens wurde die Suez gestern von vier Piraten mit Raketen und Sturmgewehren beschossen. Ein Hilferuf an die indische Marine blieb nach Angaben der Nachrichtenseite SeaNews ohne Ergebnis. Dennoch konnte  die Besatzung das Schiff in Sicherheit bringen.

Einem der Piraten war es gelungen, an Bord zu kommen. Er wurde von der Besatzung überwältigt und sprang unter Zurücklassung seiner AK 47 über Bord.

Chinesischer Frachter MV Yuan Xiang frei

Nach einem halben Jahr in der Gewalt somalischer Piraten wurde gestern der chinesische Frachter Yuan Xiang freigelassen.

Das Schiff war am 12. November 2010   mit 29 Besatzungsmitgliedern 650 sm östlich von Salalah/Oman gekapert. Die Yuan Xiang fährt unter der Flagge Pananamas und wird jetzt von einem chinesischen Kriegsschiff eskortiert.

Über die Höhe des gezahlten Lösegeldes ist nichts bekannt.

(Source: news24.com)

2,6 Mio $ Lösegeld für syrischen Bulker

Somalische Piraten haben heute den syrischen Frachter MV Khaled Muhieddine mit 25 Mann Besatzung freigelassen.

Angeblich wurden 2,6 Mio Dollar Lösegeld bezahlt. Das Schiff war am 20. Januar 330 sm südöstlich von Salalah/Oman gekidnappt worden.

Drei schlechte Nachrichten von der Piraten Front

Container-Riese attackiert, Frachter entführt, die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor läßt 18 verdächtige Piraten frei - keine gute Woche im Indischen Ozean.

1. Zum ersten Mal werden Container Schiffe von Piraten attackiert. Heute am frühen Morgen wurde das riesige Container-Schiff Hanjin Tianjin im Golf von Aden von Piraten attackiert. Die Crew zog sich in die Zitadelle zurück. Als ein südkoreanisches Boarding-Team das Schiff durchsuchte, wurden keine Piraten gefunden. Die Crew blieb unversehrt. Mehr… Es ist das erste Mal, das eines der großen Containerschiffe attackiert wurde. Normalerweise sind sie durch ihre hohe Geschwindigkeit (26 kn = 48 km/h) und ihre hohe Bordwand vor Angriffen sicher.

2. Italienischer Frachter entführt. Ebenfalls am frühen Morgen wurde die Rosalia D’Amato (Foto) von einem einzelnen Skiff aus 350 sm südöstlich von Salalah/Oman attackiert und gekidnappt. Der 74.500 Frachter war auf dem Weg von Paranagua/Brasilien nach  Bandar Imam Khomeini (Iran). Kriegsschiffe wurden aufgefordert, Abstand zu halten: “Pirates onboard stay away”. Die Rosalia D’Amato hat 21 Mann an Bord (6 Italienier, 15 Filipinos). Mehr…

3. EUNavFor lässt Verdächtige laufen. Ziemlich angepisst teilte die EuNavFor heute mit, dass sie 18 Verdächtige laufen lassen musste, weil kein Staat bereit war, die Männer vor Gericht zu stellen. Die Männer hatten am 5. April  die PACIFIC OPAL angegriffen und waren von einer finnischen Fregatte in flagranti erwischt worden (Foto). Heute brachte die EuNavFor die Verdächtigen nach Somalia zurück.

Finnen nehmen 18 Piraten fest

250 Seemeilen südöstlich von Salalah, Oman haben finnische Marines gestern ein verdächtiges Schiff mit Warnschüssen gestoppt und 18 mutmaßliche Piraten festgenommen.

Das finnische Boardingteam nimmt die Verdächtigen fest

Die Pirate Action Group (PAG) steht unter Verdacht, mit einer Dhau als Mutterschiff und zwei Attack-Skiffs vorgestern einen Frachter angegriffen zu haben. Gestern entdeckte die finnische Fregatte FNS POHJANMAA die PAG und stoppte ihren Fluchtversuch mit Warnschüssen.

Die 18 Verdächtigen wurden an Bord des Kriegsschiffes festgesetzt.

Nach Angaben der europäischen Anti Piraten Mission EuNavFor ist dies der dritte erfolgreiche Zugriff innerhalb von 10 Tagen. Seit Beginn der EuNavFor Operation im Dezember 2008 wurden 80 PAGs eliminiert.

Chemie Tanker entkam Piratenüberfall. Knapp!

Mysteriöser Piratenangriff im Arabischen Meer: Ein Chemikalien Tanker entkam gestern um Haaresbreite einer Entführung durch somalische Piraten.

Den Seeräubern gelang es zwar, an Bord der MV Liquid Crystal gelang es zwar, etwa 525 sm östlich von Salalah, Oman an Bord des Schiffes zu gelangen und die Brücke aufzubrechen. Die Crew hatte sich aber in die Zitadelle zurückgezogen. Als sie knapp vier Stunden später wieder an Deck kam, waren die Piraten verschwunden.

Mehr Informationen:

Live Piracy Report des ICC

Bericht und Seekarte

NACHTRAG vom 24. März: Vermutlich ist durch diese Meldung der oben geschilderte mysteriöse Fall geklärt.

Griechischer Frachter entführt

Gegen 6:00 Uhr heute morgen wurde der griechische Frachter MV Dover (Foto) etwa 260 sm nordöstlich von Salalah entführt.

Die Dover fuhr unter panamesischer Flagge und war mit 23 Besatzungsmitgliedern (19 Filipinos, 3 Rumänen, 1 Russe) auf dem Weg von Port Quasim (Pakistan) nach Saleef (Jemen). Im Moment besteht laut EuNavFor kein Kontakt zu dem Schiff. Mehr…

Zweites entführtes Schiff innerhalb von 24 Stunden

Die Piraten vor Somalia sind so aktiv wie selten zuvor. Allein heute fielen ihnen zwei große Frachter in die Hand.

Am Vormittag wurde die MV Hoang Son Sun etwa 520 sm südöstlich von Muscat/Oman entführt. Am nachmittag kidnappten Piraten den 24.000-Tonnen Frachter MV KHALED MUHIEDDINE K (Foto) etwa 330 sm südöstlich von Salalah/Oman.

Das syrische Schiff fuhr unter der Flagge von Togo und war mit 25 Mann Besatzung (22 Syrer, 3 Ägypter) auf dem Weg von Singapur nach Hudaydah im Jemen. Das Schiff war bei den Sicherheitsbehörden MSC(HOA) und UKMTO registeriert. Mehr...


Schon wieder ein Angriff vor Salalah im Oman. Die New Fortuner entkam am Donnerstag allerdings den Piraten. Mehr…
Anscheinend ist das Seegebiet vor Salalah ein neuer Schwerpunkt der Piraten-Aktivitäten. Ich frage mich, warum die internationale Kriegsflotte da nicht aktiver wird…

Schon wieder ein Angriff vor Salalah im Oman. Die New Fortuner entkam am Donnerstag allerdings den Piraten. Mehr…

Anscheinend ist das Seegebiet vor Salalah ein neuer Schwerpunkt der Piraten-Aktivitäten. Ich frage mich, warum die internationale Kriegsflotte da nicht aktiver wird…