Piraten-Geiseln erhalten Entschädigung

Die 12 überlebenden mozambikanischen Geiseln des Fischtrawlers Vega 5 (Foto) erhalten eine Entschädigung von rund 5.000 USD pro Person.

Das Schiff gehörte der spanisch-mozambikanischen Firma Pescamar und wurde im Dezember 2010 von Piraten in der Strasse von Mozambik entführt. Die 24 Mann Besatzung (19 aus Mozambik, 3 Indonesier, 2 Spanier) wurden als Geiseln genommen. Danach setzten die Piraten die Vega 5 als Mutterschiff für weitere Überfälle im gesamten Indischen Ozean ein.

Zwischendurch wurden die beiden Spanier (darunter der Kapitän) für ein Lösegeld in unbekannter Höhe freigelassen.

Im März 2011 versenkte die indische Marine die Vega 5 und fischte danach 74 Männer aus dem Indischen Ozean. 61 waren Piraten (Foto unten), eine erstaunlich große Zahl, 13 stammten aus der ehemaligen Besatzung, darunter ein Indonesier und 12 Mozambikaner. Die restlichen 11 Besatzungsmitglieder gelten als vermisst.

Die Mozambikaner wurden nach ihrer Rückkehr unverzüglich von Pescamar entlassen mit der Begründung, ihr Schiff sei ja nun weg. Die Ex-Geiseln erstritten sich daraufhin eine Wiederanstellung und jetzt auch eine finanzielle Entschädigung für über drei Monate Psychoterror und Folter durch Piraten. Mehr…

Indien “neutralisiert” acht Piraten im Golf von Aden

Die indische Marine ist bekannt dafür, dass sie nicht lange fackelt, wenn es um Piraten geht. Am Sonntag mussten das acht mutmaßliche Seeräuber in zwei Skiffs erleben, die versucht hatten Schiffe im Golf von Aden zu attackieren.

Indische Marinekommandos haben sie “neutralisiert”. Das bedeutet: Die Männer wurden entwaffnet, Ausrüstungsgegenstände wurden beschlagnahmt - danach durften die Verdächtigen weiterfahren.  Nichts spricht dafür, dass sie einfach liquidiert wurden, wie das Blog  Augen geradeaus andeutet.

Nach Angaben der Inder eskortierte das Kriegsschiff INS Sukanya (Foto) mehrere Schiffe durch den Golf von Aden, als die Piraten im Schutz der Dunkelheit angriffen. Sie näherten sich mit hoher Geschwindigkeit den Handelsschiffen MV Fairchem Bronco und MV Conquerer und reagierten weder auf Warnungen per Funk noch per Lautsprecher.

Darauf hin setzten die Inder Marinekommandos in  Schnellbooten und ihren Helikopter gegen die Angreifer ein. An Bord der Skiffs entdeckten die Soldaten Waffen, Leitern, GPS Geräte und anderes Piratenequipment. 

Bereits am 20. September hatte die Sukanya im Golf von Aden  einen Piratenangriff verhindert. Mehr…

(Source: thehindu.com)

14 Geiseln von Piraten freigelassen, 6 tot

14 der 25 vor über einem Jahr gekidnappten Seeleute des thailändischen Fischerbootes Prantalay 12 wurden am Montag von Piraten in Somalia freigelassen.

Das bestätigte ein Sprecher der Anti-Piraten-Einheit der semiautonomen somalischen Region Puntland. Die Geiseln in dem Ort Dhanaane an Land festgehalten worden, nachdem die Prantalay 12 im Juli in einem Monsunsturm von gewaltigen Wellen völlig zerstört worden war.

Sechs der Geiseln waren bereits Anfang des Jahres an Krankheiten gestorben. Von den restlichen fünf Seeleuten an Bord der Prantalay 12 fehlt jede Spur. Es wird angenommen, dass auch sie irgendwo an Land festgehalten werden. Mehr…

Das ist die Prantalay 11, ein Schwesterschiff der Prantalay 12. Die Prantalay 11 war ebenfalls von somalischen Piraten entführt und als Mutterschiff missbraucht worden und wurde im Februar von der indischen Marine befreit.

Drama im Arabischen Meer: Freigelassene MV SUEZ sinkt, Crew evakuiert

Der ägyptische Frachter MV Suez ist nach seiner Freilassung durch somalische Piraten 100 sm vor Salalah/Oman in Seenot geraten. Die 22köpfige Besatzung wurde auf ein pakistanisches Kriegsschiff evakuiert. Die Suez treibt antriebslos im Meer. Mit ihrem Untergang wird jeden Moment gerechnet.

Das Drama um die Suez  (Foto) nimmt kein Ende. Vor zehn Monaten wurde sie von Piraten entführt. Die 22 Crew-Mitglieder aus Ägypten, Pakistan, Sri Lanka und Indien kamen in Geiselhaft.

Aber damit fing die Pechsträhne der Männer und ihres Schiffes erst an.

  • Als der Eigner und andere Geldgeber das Lösegeld in Höhe von 1,5 Mio. Dollar endlich zusammen hatten, schlug die Übergabe fehl. Die Geldboten wurden auf dem Flughafen in Mogadischu/Somalia verhaftet. Ihre Flugzeuge und das gesamte Lösegeld beschlagnahmt. Mehr...
  • Kaum war Ersatzgeld beschafft und das Schiff endlich freigelassen worden, wurde es auf dem Weg nach Salalah im Oman schon wieder von Gangstern attackiert und mit Panzergranaten beschossen. Einem Piraten gelang es sogar, an Bord der Suez zu klettern. Er wurde aber von der Besatzung trotz ihres schlechten Gesundheitszustandes überwältigt und ins Meer geworfen. Mehr…
  • Wieder versuchte das Schiff, den rettenden Hafen zu erreichen. Aber dann waren die Treibstofftanks leer. Die Suez trieb hilflos in der der durch den Monsun aufgewühlten See.
  • Ein herbeigerufener Schlepper fiel wegen technischer Probleme aus und konnte nicht helfen.

Inzwischen war aber wenigstens das pakistanische Kriegsschiff PNS Babur aufgekreuzt und schickte ein Boardingteam, Ärzte und Lebensmittel an Bord. Schließlich bat der Käpitän der Suez die Pakistani um die Evakuierung seiner Leute.

Unterdessen ist die Besatzung der Suez  auf dem Weg nach Pakistan (im übrigen eifersüchtig überwacht von der indischen Marine). Die Suez ist ihrem Schicksal preisgegeben und sinkt. Mehr…

Das letzte Bild der Suez-Besatzung vor der Evakuierung durch pakistanische Marine-Soldaten

MV SUEZ schon wieder von Piraten angegriffen

Vier Tage nach ihrer Freigabe wurde die vor zehn Monaten gekaperte MV Suez erneut von Piraten attackiert.

Erst am Samstag war das Schiff gegen Zahlung von 1,5 Mio Dollar Lösegeld von somalischen Piraten freigelassen worden. Bei der Lösegeldzahlung war es zu einem Zwischenfall gekommen. Die Agenten, die das Geld über dem Schiff abwerfen sollten, wurden in Mogadischu mit Reisetaschen voller Dollarscheine verhaftet. Anscheinend wurde die Summe auf anderem Wege übergeben.

Die Besatzung der Suez besteht aus 6 Indern, 4 Pakistanis, 1 Sri Lankan und 11 Ägyptern.

Das Lösegeld war vom Ansar Burney Welfare Trust (ABWT), der Sindh Regierung und den Eignern der Suez aufgebracht worden. Nach der Freilassung dampfte das Schiff in Richtung Salalah/Oman, um dort notwendige Reparaturen vornehmen zu lassen und Kraftstoff zu bunkern. Es befand sich dabei unter indischer Satelliten-Überwachung.

Kurz vor Erreichen des Hafens wurde die Suez gestern von vier Piraten mit Raketen und Sturmgewehren beschossen. Ein Hilferuf an die indische Marine blieb nach Angaben der Nachrichtenseite SeaNews ohne Ergebnis. Dennoch konnte  die Besatzung das Schiff in Sicherheit bringen.

Einem der Piraten war es gelungen, an Bord zu kommen. Er wurde von der Besatzung überwältigt und sprang unter Zurücklassung seiner AK 47 über Bord.

Dänische Marine tötet vier Piraten, 10 verletzt

Das dänische Kriegsschiff Esbern Snare (Foto unten) war am Donnerstag an einem Anti-Piraten-Einsatz gegen den als Mutterschiff verwendeten thailändischen Fischtrawler Pantalay 12 vor der somalischen Küste beteiligt, bei dem mindestens vier Piraten getötet wurden.

Zehn Piraten wurden verletzt, 16 iranische Geiseln befreit. Geiseln und dänische Einsatzkräfte kamen bei der Aktion nicht zu Schaden. 14 Piraten wurden unverletzt in Gewahrsam genommen.

Die Esbern Snare war nach Angaben der Dänen bei einer Patrouillen-Fahrt vor Hobyo von dem verdächtigen Piratenschiff aus beschossen worden und hatte das Feuer unverzüglich erwidert.

Die Pantalay 12 (Foto) war im April 2010 zusammen mit den Schwesterschiffen Pantalay 11 und Pantalay 14 mit jeweils etwa 24 Besatzungsmitgliedern an Bord entführt worden. Der thailändische Eigentümer Dr. Tawanapong weigerte sich, das von den Piraten geforderte Lösegeld zu zahlen. Alle drei Trawler wurden von den Gangstern als Mutterschiff genutzt, zwei allerdings zu Beginn des Jahres von der indischen Marine attackiert und versenkt.  Mehr…

Hier gibt es ein Video von den dänischen Einsätzen.

Esbern Snare

Indische Marine versenkt wieder Piratenschiff

Wenigstens eine Kriegsmarine macht im Kampf gegen die Piraterie ernst. Am Samstag versenkten indische Kriegsschiffe nach einer dreistündigen Seeschlacht ein Mutterschiff der Piraten vor den Lakshadweep Inseln, befreite 16 Geiseln und nahm 16 Gangster fest.

Von dem Mutterschiff aus, dem entführten iranischen Trawler Morteza, hatten die Piraten in den letzten Tagen mehrere Handelsschiffe angegriffen, darunter die MV Eva und die MV Maersk Kensington.

Die indische Marine verlegte daraufhin Aufklärungsflugzeuge und Schiffe in das betroffene Gebiet.Als sich das Küstenwachtboot Sangram der Morteza näherte, wurde es von Schüssen empfangen. Zusammen mit dem Kriegsschiff Suvarna  (Foto) erwiderten die Inder das Feuer, schossen die Morteza in Brand und sammelten dann die über Bord gesprungenen Passagiere aus dem Meer.

Nachdem sie sortiert waren, stellten die Inder fest, dass 16 davon Geiseln waren (12 Iraner und vier Pakistani), der Rest: mutmassliche Piraten (Foto rechts). Sie wurden nach Bombay aka Mumbai gebracht, wo schon 104 andere Verdächtige auf ihren Prozeß warten. Mehr…

Vor vierzehn Tagen hatte Indien ebenfalls nach einem Schusswechsel im Indischen Ozean  ein Piratenschiff versenkt und 61 mutmaßliche Seeräuber verhaftet. Indien hat beschlossen, die Piraterie vor seinen Künsten mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Indische Marine greift Piraten Mutterschiff an. Das indische Kriegsschiff INS Teer und das Küstenwachboot CGS Samar  haben vor der Küste der Lakshadweep Inseln (Lakkadiven) nach einem Schusswechsel den thailändischen Trawler Prantalay-11 (Foto) geentert. Somalische Piraten hatten das Schiff vor sechs Monaten gekidnappt. Nach dem Schusswechsel hissten die Piraten die weiße Fahne. 52 Personen wurden nach Angaben aus Indien in Gewahrsam genommen. Unterdessen heißt es, 24 davon seien Besatzungsmitglieder der Prantalay-11. Der Rest Piraten. Bei der Befreiungsaktion wurde angeblich niemand verletzt.
Wie es unterdessen heißt fand die Besetzung des Trawlers im Rahmen einer Befreiungsaktion für den griechischen Tanker Chios statt. Mehr…
Die Prantalay-11 ist ein Schwesterschiff des ebenfalls gekidnappten Trawlers Prantalay-14, der vor zehn Tagen von der indischen Marine versenkt wurde.
 

Indische Marine greift Piraten Mutterschiff an. Das indische Kriegsschiff INS Teer und das Küstenwachboot CGS Samar haben vor der Küste der Lakshadweep Inseln (Lakkadiven) nach einem Schusswechsel den thailändischen Trawler Prantalay-11 (Foto) geentert. Somalische Piraten hatten das Schiff vor sechs Monaten gekidnappt. Nach dem Schusswechsel hissten die Piraten die weiße Fahne. 52 Personen wurden nach Angaben aus Indien in Gewahrsam genommen. Unterdessen heißt es, 24 davon seien Besatzungsmitglieder der Prantalay-11. Der Rest Piraten. Bei der Befreiungsaktion wurde angeblich niemand verletzt.

Wie es unterdessen heißt fand die Besetzung des Trawlers im Rahmen einer Befreiungsaktion für den griechischen Tanker Chios statt. Mehr…

Die Prantalay-11 ist ein Schwesterschiff des ebenfalls gekidnappten Trawlers Prantalay-14, der vor zehn Tagen von der indischen Marine versenkt wurde.