Breaking: Piraten lassen dänische Familie frei

Nach sechs Monaten Geiselhaft kam jetzt eine dänische Seglerfamilie in Somalia frei. Die Familie mit drei Kindern und zwei weitere Crewmitglieder sind auf dem Weg nach Kopenhagen.

Angeblich geht es den Geiseln den Umständen entsprechend gut. Die fünfkopfige Familie Johansen (Foto) und zwei weitere Segler waren mit ihrer Yacht Ing direkt in das High Risk Gebiet vor Somalia gefahren und wurden dort am 24. Februar von Piraten gekidnappt.

Fast sechs Monate dauerte ihre Geiselhaft. In dieser Zeit wurden sie an Land verschleppt und zuletzt auf dem ebenfalls gekaperten Frachter Dover gefangen gehalten. Mutter und Tochter der Familie erkrankten in dieser Zeit. zum Psychoterror der Piraten gehörte das Angebot, die Geiseln freizulassen, wenn die 13jährige Tochter den Piratenhauptmann heirate.

Die Piraten behaupten, ein Lösegeld von 3 Mio. Us-Dollar erhalten zu haben. Bestätigt wurde diese Summe offiziell bisher nicht. Mehr…

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Keine Ahnung, kein Herz

Nur über’s Geld, nicht über Folter, Qual und Tod der Geiseln macht sich die DIW “Expertin” Anja Shortland im Zusammenhang mit den Piraten in Somalia Gedanken.

Die Frau, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) arbeitet, rechnet in einem Handelsblatt-Interview aus, dass die Piraten die Weltwirtschaft “nur” 7-12 Milliarden US Dollar kosten, das gesamte Handelsvolumen auf dem Seeweg aber 7 Billionen pro Jahr beträgt. Dass aber Seeleute oft monate- und jahrelang von den Piraten gefangen, gefoltert und am Schluss oft auch ermordet werden, erwähnt die “Expertin” mit keinem Wort.

Keine Silbe auch von ihr über die dänische Familie mit drei Kindern (Foto), die von den Gangstern seit Monaten in Geiselhaft gehalten und terrorisiert werden. Der Piratenhauptmann will die Familie nur freigeben, wenn er die 13jährige Tochter zur Frau bekommt.

Natürlich hält Frau Shortland auch nichts von bewaffnetem Begleitschutz auf Handelsschiffen in High-Risk-Gebieten, dem bisher einzig wirksamen Mittel gegen Piraterie. Und ich könnte wetten, dass sie noch nie in Somalia oder auf einem Schiff vor seiner Küste war.

Keine Ahnung, warum das Handelsblatt sie interviewt hat. Für mich ist das verschwendeter Platz.