Reeder klagen über Bürokratie bei Piratenbekämpfung

Mindestens drei deutsche Behörden werden künftig für die Zertifizierung von Sicherheitsunternehmen zur Piratenbekämpfung zuständig sein.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) sieht diese Bürokratie mit Sorge. „Es darf zu keinen Verzögerungen kommen – es geht darum, das Leben der Seeleute wirksamer schützen zu können“, sagte VDR-Geschäftsführer Rolf Nagel. Mehr…

Reeder fordern mehr Schutz vor Piraten

Die deutschen Reeder sind sauer, dass die Bundesregierung das Zertfizierungsverfahren für Sicherheitsdienste an Bord deutscher Schiffe nicht schneller umsetzt.

“Wir halten dies noch vor Weihnachten für möglich und können nicht verstehen, dass die Entscheidung jetzt zwischen mehreren Ministerien hin- und hergeschoben wird”, sagte Ralf Nagel, Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), am Freitag in Hamburg.

Die Reeder wollen bewaffnete Kräfte an Bord ihrer Schiffe haben, wenn die Route durch die Piratengebiete vor Somalia führt. Bewaffnete Schiffe wurden bisher noch nie von Piraten gekapert.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Zum Jahreswechsel: 613 Seeleute als Geiseln

26 Schiffe und 613 Seeleute sind zum Stichtag 31. Dezember 2010 in der Gewalt somalischer Piraten.

Das teilte die europäische Anti-Piraten-Mission Atalanta heute mit. Die deutschen Reeder (VDR) fordern erneut bewaffnete Schutzeinheiten an Bord deutscher Schiffe in den High-Risk-Gebieten rund um das Horn von Afrika. Mehr…