BBC interviewt somalische Piraten

BBC-Reporter Simon Reeve war im Piraten-Gefängnis in Somali-Land. Hier ist sein Bericht.

MV Leila freigelassen

Nur 250.000 Dollar Lösegeld mussten die Eigentümer des RoRo-Frachters MV Leila zahlen, um das Schiff und 15 Mann Besatzung frei zu bekommen.

Der Frachter aus den Vereingten arabischen Emiraten war Mitte Februar von einer neuen Piratengruppe aus Somalia entführt und an eine etablierte Seeräuber-Gang weitergegeben worden. Zuletzt wurde die Leila als Mutterschiff für Piratenangriffe im Golf von Aden eingesetzt.

  • SomalilandSun über die Freilassung: hier.

Seychellen transferieren 17 Piraten nach Somaliland

17 auf den Seychellen verurteilte Piraten aus Somalia werden ihre langjährigen Haftstrafen in einem UN-Gefängnis der autonomen Region Somaliland absitzen.

Am Mittwoch wurden die 17 Männer von einer kenianischen Sicherheitsfirma nach Hargeisa/Somaliland geflogen und dort sofort inhaftiert. Mehr…

Piraten wollen Komplizen freipressen

Zum ersten Mal wollen Piraten aus Somalia kein Lösegeld für ein entführtes Schiff, sondern die Freilassung von Komplizen.

Die Piratengruppe, die Mitte Februar den RoRo-Frachter Leila (Foto) aus den Emiraten gekidnappt hat, will damit verurteilte Piraten in der quasiautonomen Region Somaliland freipressen. Ein Sprecher sagte:

We will not release the ship until the prisoners are released. Somaliland harasses us and jails us for 20 years while in Yemen we only serve 7 years

Somaliland hat runf 100 Piraten inhaftiert. Mehr…

Verurteilte Piraten fliehen aus Gefängnis

Zwei zu langen Haftstrafen verurteilte Piraten sind aus dem Gefängnis von Berbera/Somaliland geflohen.

Es handelt sich um die bekannten Piratenhauptmänner Fahrah Ismail Idle und Abdirashid Ismail Haji. Angeblich wurden Schmiergelder in Höhe von 100.000 US-Dollar bezahlt. Mehr…

Schmiergeld: Somaliland läßt 60 Piraten frei

Ein Richter in der autonomen somalischen Teilrepublik Somaliland hat 60 verurteilte Piraten freigelassen - offenkundig nachdem pro Häftling 5.000 Euro Schmiergeld geflossen sind.

Somaliland hatte zuvor Millionen von der Staatengemeinschaft und Deutschland kassiert, um Piraten in besseren Gerichtsverfahren zu verurteilen und in Haft zu nehmen. Damit wollten die Geberländer teure Piraten-Prozesse mit ungewissem Ausgang, wie das Verfahren in Hamburg, vermeiden.

Die Freilassung ist ein Rückschlag bei diesen Bemühungen. Die UN spricht nach Angaben des SPIEGEL von einem “Monsterdebakel”. Somaliland hat den korrupten Richter inzwischen zwar gefeuert - aber die 60 Häftling sind weg. Sie haben sich in die benachbarte Provinz Puntland abgesetzt, eine der Hochburgen der Piraterie. Mehr…

(Source: spiegel.de)

Drohungen gegen Somaliland wegen Urteil gegen Piraten

Ein Gericht in der Hafenstadt Berbera im Norden Somalias hat sieben Piraten zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt.

Die Männer waren von russischen Marineeinheiten auf offener See festgesetzt und an die quasi autonome Provinz Somaliland ausgeliefert worden. Somaliland gilt als einziger Teilstaat Somalias mit einer funktionierenden Verwaltung.

Nach dem Urteil wurden über Nacht Flugblätter in Berberas Strassen gefunden, in denen eine unidentifizierte Piratengruppe Vergeltung für das Urteil ankündigt. Sie drohen damit, Verwaltungsgebäude und öffentliche Plätze anzugreifen. Mehr…

Piraten News vom 31. Juli

Jubba XX frei. Die 16 Besatzungsmitglieder des arabischen Öltankers sind seit Donnerstag frei. Angeblich wurden nur 200.000 Dollar Lösegeld bezahlt. Das Schiff ist jetzzt auf dem Weg zu seinem ursprünglichen Bestimmungsort Berbera in Somaliland. Mehr..

MV Dover vertrieben. Die entführte MV Dover mit den dänischen Geiseln von der Yacht Ing an Bord (darunter eine Familie mit 3 Kindern) findet keinen Ankerplatz vor der Küste Somalilandes und Puntlands. Die lokale Bevölkerung an Land will mit Piraterie angeblich nichts mehr zu tun haben und vertreibt sie. Das Schiff irrt weiter durch den Golf von Aden. Mehr…

Jubba XX zum Schnäppchenpreis frei

Für ein Lösegeld von nur 200.000 Dollar fährt nach Berichten aus Somalia wahrscheinlich heute der arabische Öltanker Jubba XX in die Freiheit.

Das Schiff war am 16. Juli auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) nach Berbera in Somaliland von neun schwer bewaffneten Piraten gekidnappt worden. Die Besitzer der Ladung, Geschäftsleute aus der semiautonomen somalischen  Region Somaliland, nahmen direkten Kontakt mit den Gangstern auf.

Offenkundig waren die Verhandlungen erfolgreich. Die Jubba XX (Foto) war zuletzt als mobile Tankstelle für andere entführte Schiffe wie die MV Dover verwendet worden.

Nach Berichten von Bord der Jubba XX haben die Piraten dort alles gestohlen und weggeschafft, was nicht niet- und nagelfest war. Den 16 Besatzungsmitgliedern blieb nur die Kleidung, die sie bei der Geiselnahme am Körper trugen.

Die durchschnittliche Lösegeldsumme der letzten Monate betrug 5 Mio Dollar pro Schiff.

Öltanker entführt

Die Monsun-Pause ist endgültig vorbei. Am Samstag schlugen Piraten aus Somalia wieder zu und entführten den arabischen Öltanker MV Jubba XX (Foto) im nördlichen indischen Ozean.

Das Schiff war mit 16 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von den Vereinigten arabischen Emiraten (UAE) nach Berbera in der quasiautonomen somalischen Region Somaliland. Es hatte sich bei den Militärverbänden im Indischen Ozean nicht angemeldet.

Überwachungsflugzeuge und Militärhelikopter  beobachteten eine Kursänderung des Schiffes. An Bord sind angeblich neun Piraten. Mehr…

Küstenwache in Somaliland lacht über EuNavFor

Die Küstenwache der unabhängigen Republik Somaliland lacht über die europäische Anti-Piraten-Mission EuNavFor.

„Die meinen es doch gar nicht ernst! Die nehmen die Piraten nur fest, wenn sie sie auf frischer Tat ertappen. Werfen die Seeräuber zuvor ihre Waffen über Bord, versorgen sie sie sogar mit Essen und Trinken und lassen sie ziehen. Das bringt doch nichts. Wenn wir auf Piraten stoßen, jagen wir sie“, sagt ein Sprecher der Küstenwache in einem Bericht der Tageszeitung DIE WELT.

Die Küstenwache des Somalilandes muss 900 Kilometer Küstenlinie überwachen, ist jedoch total mangelhaft ausgerüstet. Aber sie hat einen Admiral, ein Gefängnis und ein paar gefangene Piraten. (Tagesschau-Video)

(Source: tagesschau.de)

Piraten News vom 29. März

Im Zentrum steht diese Woche noch immer die Diskussion, ob Schiffe im Indischen Ozean besser bewaffnet sein sollten. Aber es gibt auch andere Piraten News.

  1. Ukraine beteiligt sich an Anti-Piraten-Mission. Ab 2012 will sich die Ukraine mit einem Sonderamphibienflugzeug B-12 auf die Jagd nach Piraten machen. Mehr…
  2. Piratengefängnis in Somaliland. In der selbsternannten Republik Somaliland hat die UNO ein Gefängnis finanziert. Es ist vor allem für Piraten gedacht. Mehr…