Sicherheitsrat fordert verstärkten Kampf gegen Piraterie

Somalia  muss mehr gegen Piraten tun. Das forderte der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch.

Einstimmig verurteilte der Sicherheitsrat die Piraterie und forderte alle Nationen auf, aktiv dagegen vorzugehen. Gleichzeitig verlängerte er sein entsprechendes Mandat um ein Jahr. Insbesondere Somalia müsse mehr dafür tun, Piraterie in seinen Hoheitsgewässern zu verhindern. Mehr… (UN Resolution)

UN besorgt über Piraten vor Westafrika

Schwerbewaffnete Piraten machen jetzt auch die Westküste Afrikas zu einem Risiko für die Schifffahrt. Sie haben es auf Schiffe mit wertvoller Ladung abgesehen, gehen systematisch vor und bedienen sich zunehmend ausgeklügelter Taktiken. Das sagte Lynn Pascoe, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für politische Fragen, dem Sicherheitsrat am Montag in New York. Mehr...

UN Sicherheitsrat verlängert Anti Piraten Mandat

Der Kampf gegen die Piraten aus Somalia geht weiter. Der UN Sicherheitsrat hat das entsprechende Mandat jetzt verlängert.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen zum Kampf gegen die Piraterie vor Somalia aufgefordert. Dazu gehöre auch eine konsequente Strafverfolgung der Seeräuber, erklärte das Gremium in New York. Der Sicherheitsrat appellierte an Länder mit den entsprechenden Kapazitäten, Schiffe und Flugzeuge für die Sicherung des Seegebiets insbesondere vor Somalia zur Verfügung zu stellen. Er gestattete den Mitgliedsstaaten zudem für ein weiteres Jahr Piraten auch in den Hoheitsgewässern Somalias zu bekämpfen. Dafür dürfen fremde Schiffe und Flugzeuge offiziell in das Seegebiet des Bürgerkriegslandes eindringen, um Seeräuber gefangen zu nehmen. Vorausgesetzt wird aber eine Zusammenarbeit mit der Übergangsregierung Somalias.

(Source: dw-world.de)

Das ist Loyaan Si’id Barte*), einer der meistgesuchten Piraten Somalias. Er gilt als der erfolgreichste Unterhändler für Lösegelder. Seine Karriere begann, als er Anfang 2009 mit der Hamburger Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement GmbH & Co. KG (‘BSMD’) über die Freilassung der MV Longchamp verhandelte. Sein letzter Deal war das 3,5-Mio-Dollar-Geschäft mit der MV Blida, die heute morgen freigelassen wurde.
Die Monitoring-Group für Somalia der Vereinten Nationen (UN) hat ein umfangreiches Dokument zu Barte in ihrem Bericht an den Sicherheitsrat vom Juli 2011 veröffentlicht. Hier anschauen (S. 221-227).
Die Bilder oben stammen aus dem erwähnten Bericht.
*) andere Schreibweise Looyan, Looyaan, Siciid, Loyan

Das ist Loyaan Si’id Barte*), einer der meistgesuchten Piraten Somalias. Er gilt als der erfolgreichste Unterhändler für Lösegelder. Seine Karriere begann, als er Anfang 2009 mit der Hamburger Reederei Bernhard Schulte Shipmanagement GmbH & Co. KG (‘BSMD’) über die Freilassung der MV Longchamp verhandelte. Sein letzter Deal war das 3,5-Mio-Dollar-Geschäft mit der MV Blida, die heute morgen freigelassen wurde.

Die Monitoring-Group für Somalia der Vereinten Nationen (UN) hat ein umfangreiches Dokument zu Barte in ihrem Bericht an den Sicherheitsrat vom Juli 2011 veröffentlicht. Hier anschauen (S. 221-227).

Die Bilder oben stammen aus dem erwähnten Bericht.

*) andere Schreibweise Looyan, Looyaan, Siciid, Loyan

Sicherheitsrat erhöht Druck auf Piraten

Der UN-Sicherheitsrat hat alle UN-Mitglieder aufgefordert, Piraterie zu einem Straftatbestand zu machen.

Das Gremium beschloss einstimmig, alle Mitgliedsnationen um einen Bericht zu bitten, in dem sie darstellen, welche Maßnahmen sie getroffen haben, um Piraterie für illegal zu erklären und die Strafverfolgung von mutmaßlichen Piraten zu stärken.

(Source: net-tribune.de)

Stammesälteste in Puntland gegen Piraten

Die Stammesältesten in der semi-autonomen Region Puntland in Somalia werfen der Regierung vor, zuwenig gegen die Piraten zu unternehmen.

Die traditionellen Führer wenden sich damit nach einem Bericht des Nachrichtendienstes SomaliaReport gegen Puntlands Präsident Abdirahman Mohamed Faroole. “Was wir erleben ist, dass die Zahl der Piraten Tag für Tag wächst und uns belastet, sowohl ökonomisch als auch was die Sicherheit betrifft”, sagte der Ältestenrat.

SomaliaReport zitiert einen Sprecher der Piraten, der angibt, eine Reihe von Ministern seien an der Piraterie beteiligt.

Mich überrascht das nicht. Der Präsident Faroole aka Farole (Foto) selbst gilt nämlich als einer der Paten der Piraten in Somalia. In meinem Buch Piratenterror zitiere ich den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) mit der Feststellung, Puntland entwickle sich unter Faroole zu einem korrupten und kriminellen Staat.

Auszug aus Piratenterror:

In der semiautonomen Region Puntland, die über ein rudimentäres Staatssystem verfügt und die Piraterie einigermaßen unter Kontrolle halten konnte, hat sich die Situation seit der Machtübernahme durch Abdirahman Mohamed Faroole vom Mussa-Issa-Clan im Jahr 2009 verschlechtert. In den Berichten für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heißt es, Puntland entwickle sich unter dem neuen Präsidenten in einen kriminellen Staat. Sowohl der Präsident selbst, als auch Mitglieder seines Kabinetts seien korrupt. Insbesondere Innenminister General Abdullahi Ahmed Jama „Ilkajiir“ und der Minister für innere Sicherheit General Abdillahi Sa’iid Samatar stünden auf der Payroll der Piraten. Kein Wunder, wenn der Etat des Staates gerade mal 20 Prozent des Jahresumsatzes der Piraten ausmacht.

Puntlands Präsident fordet Hilfe im Kampf gegen Piraten

Abdirahman Mohamed Faroole, der Präsident der somalischen Provinz Puntland, forderte in einem Brief an die UN die Befreiung eines Schiffes aus der Gewalt von Piraten.

Das ist interessant. Faroole aka Farole (Foto) gilt nämlich als einer der Paten der Piraten in Somalia. in meinem Buch Piratenterror zitiere ich den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) mit der Feststellung, Puntland entwickle sich unter Faroole zu einem korrupten und kriminellen Staat.

Auszug aus Piratenterror:

In der semiautonomen Region Puntland, die über ein rudimentäres Staatssystem verfügt und die Piraterie einigermaßen unter Kontrolle halten konnte, hat sich die Situation seit der Machtübernahme durch Abdirahman Mohamed Faroole vom Mussa-Issa-Clan im Jahr 2009 verschlechtert. In den Berichten für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heißt es, Puntland entwickle sich unter dem neuen Präsidenten in einen kriminellen Staat. Sowohl der Präsident selbst, als auch Mitglieder seines Kabinetts seien korrupt. Insbesondere Innenminister General Abdullahi Ahmed Jama „Ilkajiir“ und der Minister für innere Sicherheit General Abdillahi Sa’iid Samatar stünden auf der Payroll der Piraten. Kein Wunder, wenn der Etat des Staates gerade mal 20 Prozent des Jahresumsatzes der Piraten ausmacht.

Aber vielleicht hat der Präsident sich ja jetzt entschieden, zu den Guten zu gehören. Oder wurde das Schiff nur von einer konkurrierenden Piratengruppe entführt?

Weltweit über 700 Piraten in Haft

Weltweit sind über 700 Piraten in Haft. Das erklärte der Chef des UNO-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung, Juri Fedotow, gestern vor dem Sicherheitsrat in New York.

Fedotow sagte, die Verdächtigen seien in 12 Ländern inhaftiert, etwa die Hälfte davon in Somalia. Das Land habe allerdings mehr und mehr Probleme, die gefassten Seeräuber unterzubringen und vor Gericht zu stellen. Mehr…