Piraten halten 200 Seeleute über Weihnachten als Geiseln
200 Seeleute werden Weihnachten in der Gewalt somalischer Piraten sein. Darauf weist die Anti-Piraten-Mission der EU hin.
Nach Angaben der EuNavFor sind 199 Männer und eine Frau derzeit in Somalia oder auf gekaperten Handelsschiffen vor der Küste Ostafrikas in der Hand der Gangster. Psychische und physische Folter, Scheinhinrichtungen und sexueller Missbrauch sind dort an der Tagesordnung.
Seit Beginn der EuNavFor Operationen am Horn von Afrika vor drei Jahren wurden 2.317 Seeleute als Geiseln genommen und durchschnittlich fünf Monate festgehalten. 60 Personen starben in der Geiselhaft. Am längsten in der Hand der Piraten ist die 24köpfige Crew der MV Iceberg, sie wird seit 19 Monaten festgehalten.

Das ist der Fischtrawler Shiuh Fu No.1. er wurde vor genau einem Jahr von Piraten gekapert und liegt jetzt am Strand von Somalia. Über den Verbleib der 26 Besatzungsmitglieder ist nichts bekannt.