
Die neun mutmasslichen Piraten, die am Mittwoch von Streitkräften der europäischen Anti-Piraten-Mission EuNavFor festgenommen wurden, sind heute den Behördenauf den Seychellen zur Strafverfolgung übergeben worden (Foto).
Die beiden Skiffs der neun Männer aus Somalia waren einem panamesischen Frachter im Indischen Ozean aufgefallen und darauf hin von Kriegsschiffen der EuNavFor gestoppt worden.
- Mehr zur Festnahme der Männer: hier.
- Mehr zur Übergabe an die Seychellen: hier
Foto: EuNavFor
Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) haben den Seychellen eine Küstenwachtbasis zur Bekämpfung von Piraten finanziert.
Die Basis wurde für 11,8 Mio. Euro auf der Ille Perseverance eingerichtet und mit fünf Küstenwachbooten ausgerüstet. Die 115 Seychellen-Inseln liegen nördlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Mehr…
Elf Piraten, die 2009 von EuNavFor-Einheiten festgenommen wurden, wurden am 19. April in Kenia zu jeweils 20 Jahren Haft wegen Piraterie verurteilt.
Die Männer aus Somalia waren mit mehreren Skiffs zwischen Mombasa/Kenia und den Seychellen von einem spanischen Aufklärungsflugzeug entdeckt worden. Als die französische Fregatte Nivose (Foto) sich näherte, versuchten die Männer mit Höchstgeschwindigkeit zu fliehen, wurden aber vom Bordhelikopter der Nivose gestellt, am 3. Mai 2009 verhaftet und an die kenianischen Behörden übergeben.
Dort wurde jetzt das Verfahren mit einem Urteil gegen die Angeklagten abgeschlossen. Mehr…

FS Nivose (Archivfoto EuNavFor)
Die Europäische Union (EU) will Somalia, Kenia, Tanzania, Djibouti, die Seychelles und Mauritius mit Millionensummen für den Kampf gegen Piraten aufrüsten.
Das erklärte gestern der EU-Botschafter in Tanzania, Filiberto Ceriani Sebregondi. Das Programm nennt sich Regional Maritime Capacity Building program.
“The program starts in a couple of weeks or months, and will last for one to two years, with a possibility of extending it,”, sagte Sebregondi nach Angaben des Nachrichtendienstes Hellenic Shipping News. Mehr…
17 auf den Seychellen verurteilte Piraten aus Somalia werden ihre langjährigen Haftstrafen in einem UN-Gefängnis der autonomen Region Somaliland absitzen.
Am Mittwoch wurden die 17 Männer von einer kenianischen Sicherheitsfirma nach Hargeisa/Somaliland geflogen und dort sofort inhaftiert. Mehr…
Die USA haben 15 mutmassliche Piraten an die Seychellen übergeben. Die Männer aus Somalia sollen dort vor Gericht gestellt werden.
US Marines hatten die Männer an Bord eines iranischen Fischerbootes festgenommen, das sie gekapert hatten, ihre 13 iranischen Geisel wurden bei der Aktion unversehrt befreit. Wo die US Navy die 15 Verdächtigen von Januar bis heute festgehalten hat - unbekannt. Mehr…
Die manovrierunfähige Costa Allegra im Piratengebiet vor Somalia wird jetzt mit über 1000 Personen an Bord von einem grossen französischen Fischtrawler zu einer Seychellen Insel geschleppt.
Nach einem Motorbrand gestern trieb das Schiff ohne Steuerung im Indischen Ozean. Alle Stromversorger waren ausgefallen. Es herrschte Angst vor Piratenangriffen.
Das bewaffnerte Sicherheitsteam des Kreuzfahrers ging zwar auf Deck in Stellung, aber die Erleichterung war groß, als in der Nacht ein französisches Schiff die Costa Allegra erreichte, bevor Piraten auftauchen konnten. Mehr (von der BBC): hier.

Das Kreuzfahrtschiff Costa Allegra (Foto) treibt mit 636 Passagieren und 413 Besatzungsmitgliedern nach einem Brand im Maschinenraum manövrierunfähig im Piratengebiet vor den Seychellen.
Der Brand ist gelöscht, die Passagiere seien außer Gefahr. Außerdem seien bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord des Schiffes, die in der Lage seien, angreifende Piraten zu vertreiben, sagte die Reederei.
Die Seychellen haben zwei Schlepper und ein Beobachtungsflugzeug zur Costa Allegra geschickt. Die italienische Regierung beorderte italienische Frachter zur Costa Allegra. Die ersten Helfer sollen gegen Mitternacht dort eintreffen. Mehr…
Der geheimnisvolle Fischkutter Aride ist am 2. Februar in Monsun-Stürmen vor Somalia gesunken. Zwei Geiseln und der Motor des Schiffes wurden von Piraten an Land gebracht.
Das Schiff stammt von den Seychellen und wurde am 30. Oktober 2011 von Piraten gekapert. Damals hieß es, es seien zwei Touristen an Bord gewesen. Diese Meldung wurde nie bestätigt. Bis heute ist aber unklar, warum nur zwei Personen als Geisel genommen wurden und welcher Nationalität sie sind.
- Bericht auf SomaliaReport über die Streitigkeiten bei den Lösegeldverhandlungen und über die Hintergründe des unübersichtlichen Falles: hier.
James Alix Michel (Foto), der Präsident der Seychellen, hat defence professionals ein umfangreiches und interessantes Interview zur Piraterie im Indischen Ozean gegeben.
Einer der Kernabsätze:
We can fill our prisons to the brim with the Somali pirates who are at sea, but they are not the instigators, they are not earning even a drop of the vast amounts of money from the ransoms, so our efforts to capture them will not be efficient, in the overall picture, if we do not capture those who profit the most from this criminal activity.
Das komplette Interview (engl.): hier.
Die Seychellen haben China eingeladen, eine Militärbasis für den Kampf gegen Piraten auf der Inselgruppe im Indischen Ozean zu errichten.
Im Moment betreiben die USA auf den Seychellen einen Flughafen für Drohnen, die im Kampf gegen Piraterie eingesetzt werden. Der Außenminister der Seychellen erklärte:
We have invited the Chinese government to set up a military presence on Mahe to fight the pirate attacks that the Seychelles face on a regular basis
For the time being China is studying this possibility because she has economic interests in the region and Beijing is also involved in the fight against piracy
Die Seychellen bestehen aus 115 verstreuten Inseln auf einer Meeresfläche von 1,4 Mio. Quadratkilometern (das ist vier mal so groß wie Deutschland) mit 85.000 Einwohnern. Die Armee ist nur 500 Mann stark.
Bericht des Defence Forum Of India zur Einladung an China: hier.
Sechs Piraten wurden getötet, als die 28 Fischer von dem taiwanesischen Trawler Chin I Wen (Foto), ihr gekidnapptes Schiff zurückeroberten.
Somalische Piraten hatten das 290-Tonnen-Schiff am 4. November vor den Seychellen überfallen und in ihre Gewalt gebracht. Aber den Fischern gelang es in einem blutigen Kampf ihr Boot zurück zu erobern. Dabei, so heißt es, seien die sechs Piraten ins Meer gefallen und ertrunken. Drei Fischer wurden bei den Kämpfen verletzt. Sie sind inzwischen von einem britischen Helikopter in ein Krankenhaus auf den Seychellen gebracht wordem.
Tsay Tzu-yaw, ein Sprecher der taiwanesischen Fischereiagentur bestätigte den Vorfall und sagte: ‘In my memory, this is the first time sailors of a fishing vessel hijacked by Somali pirates have freed themselves on their own,’
Die Besatzung der Chin I Wen (andere Schreibweise Chin Yi Wen) bestand aus neun Chinesen, acht Filipinos, sechs Indonesiern und fünf Vietnamesen.
- Bericht über die Befreiung: hier.
- Bericht über die Kaperung: hier.
Unklar sind die Meldungen über die Entführung des Fischerbootes FV Aride auf den Seychellen.
Nach Angaben von Piraten aus Harardhere/Somalia handelt es sich bei den beiden Passagieren an Bord des kleinen Bootes um Touristen. Ein Sprecher der Marine der Seychellen spricht dagegen von zwei Fischern, die bereits am 30. Oktober gekidnappt worden seien.
Über den Vorfall berichtete nach meiner Information bisher nur der (allerdings gewöhnlich gut unterrichtete) Nachrichtendienst SomaliaReport. Nähere Hinweise auf die Nationalität der angeblichen Touristen gibt es im Moment noch nicht.