In einem heftigen Seegefecht verjagte die 20. Flotte des Iran im Roten Meer eine Pirat Action Group (PAG), die einen Frachter aus Singapur kapern wollten.
Das berichtete jetzt die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der Frachter setzte seine Fahrt unversehrt fort. Mehr…
Zwei iranische Öltanker wurden in dieser Woche von iranischen Marineeinheiten gegen Piratenangriffe geschützt.
Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA. Die Namen der beiden betroffenen Schiffe wurden nicht genannt. Der erste Einsatz fand laut Irna bereits am Montag vor Musvat/Oman statt. Der zweite im Bab el-Mandeb, der Verbindung zwischen Rotem Meer und Golf von Aden. Die Tankerbesatzungen hatten über Piratenangriffe berichtet und Hilfe angefordert. Mehr…
Am späten Montagabend attackierten 14 Piraten in zwei Speedbooten (Skiffs) einen iranischen Tanker. Der Angriff wurde von dem iranischen Kriegsschiff Jamaran zurück geschlagen.
Nach Angaben von SomaliaReport wurden bei dem Vorfall unweit der Insel Hanish al Kubra im Roten Meer zwei somalische Piraten verwundet. Die iranische Marine bestätigte die Militäraktion. Der Name des Tankers wurde nicht veröffentlicht.
Mit einem dramatischen Bericht über die Entführung und Tötung des französischen Segler Christian Colombo hat die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor heute vor Segelreisen in den Golf von Aden, das Rote Meer und den nördlichen Indischen Ozean gewarnt.
Colombo war mit seiner Ehefrau auf dem Katamaran Tribal Kat in das High Risk Gebiet gesegelt und Anfang September von somalischen Piraten attackiert worden. Kurz darauf gelang es Marineeinheiten, die Ehefrau zu befreien (Mehr dazu: hier). Christoph Colombo war zu diesem Zeitpunkt schon ermordet worden.
Die EuNavFor betont, eine Segelreise durch den Golf von Aden sei wie russisches Roulett. Wörtlich heißt es:
There is only one sure way of avoiding your yacht and crew being captured – freight the yacht across the high-risk area.
Otherwise you could be playing Russian Roulette with your crew and family.

Die Tribal Kat nach ihrer Bergung im Schlepp der deutschen Fregatte Bayern
Vier britische Sicherheitsmänner wehrten mit Warnschüssen einen Piratenangriff auf den dänischen Tanker Torm Republican ab.
Das 46.000 Tonnen Schiff war auf dem Weg vom Suezkanal nach Taiwan, als es im Arabischen Meer von sechs Piraten attackiert wurde. Die Sicherheitsmänner und die 21 indischen Crew-Mitglieder wurden nicht verletzt. Das Schiff setzte seine Fahrt fort.
Ein Sprecher der Reederei erklärte nach dem Angriff: “This incident shows that TORM’s decision to use armed guards was the right one”.
Von Piraten unter Feuer genommen wurde auch der japanische Tanker Ginga Bobcat vor der Küste des Jemen im Roten Meer, der Phosphorsäure geladen hatte. Eine Rakete schlug im Brückenaufbau ein. Den Piraten gelang es dennoch nicht, das Schiff zu stoppen. Es setzte seine Fahrt von Marokko nach Indien mit 24 Besatzungsmitgliedern aus Banglasdesh fort.
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Der vorgestern im Roten Meer von Piraten attackierte Frachter ist wieder frei.
Das Schiff, dessen Name von der NATO nicht bekannt gegeben wurde, setzt seine Fahrt nach Auskunft des Militärbündnisses fort. In der Branche heißt es, das russische Kriegsschiff Severomorsk habe den Frachter befreit. Es ist nicht sicher, ob es sich dabei um das Weizen beladene Hilfsschiff Medi Chennai gehandelt hat, das die Severomorsk durch das Piratengebiet eskortierte.

Das russische Kriegsschiff Severomorsk (oben) begleitete während des Zwischenfalls die mit 46.000 Tonnen Weizen für das World Food Programme (WFP) beladene Medi Chennai durch das Rote Meer
Details zur Entführung: hier.
Die Originalmeldungen der NATO:
Alert 217/ 201111/09/2011 06:001406N04245EMiscellaneousUPDATE UPDATE UPDATE
UKMTO reports that he Vessel that was attacked 10 Sept 11 is now safe, and is continuing navigation.Alert 21710/09/2011 06:251406N 04245E Attacked—-WARNING WARNING WARNING—-
Alert number217 / 2011.
***This vessel has been attacked***
At 0627 UTC / 10 SEP 11 / a merchant vessel has been attacked by 2 skiffs in position 1406N 04245E
Die gerettete Geisel von der französischen Yacht Tribal Kat ist Evelyne Colombo, die Ehefrau des Eigners.
Sie befindet sich unverletzt in Sicherheit an Bord des spanischen Kriegsschiffes Galicia. Die Galicia hatte ein Skiff mit verdächtigen Personen an Bord entdeckt, dass sich in Richtung Somalia bewegte. An Bord des Bootes befand sich eine weiße Frau. Die Spanier versuchten darauf hin, das Boot mit Warnschüssen zu stoppen, aber die Piraten erwiderten das Feuer.
Daraufhin setzte der spanische Kommandant den Bordhubschrauber und ein Boarding Team ein und gab den Befehl, das Piraten-Boot zu versenken. Die Soldaten schossen zunächst den Motor des Skiff in Brand und versenkten es dann. Sieben Piraten und Evelyne Colombo wurden unverletzt geborgen.
Am Freitag morgen hatte die deutsche Fregatte Bayern nach einem Notruf den Katamaran Tribal Kat herrenlos vor der Küste des Jemen entdeckt. An Bord der Yacht gab es Spuren eines Kampfes. Die Behörden vermuten, dass Christian Colombo dort getötet wurde.
- UPDATE, Sonntag 18 Uhr: Unterdessen bestätige die Familie, dass Christian Colombo, 55, bei der Piraten-Attacke ermordet wurde. Die Leiche hätten die Piraten ins Meer geworfen. Die internationalen Marineeinheiten haben den Tod offiziell noch nicht bestätigt. Dort heißt es nur, Colombo sei vermisst. Mehr…
Die Colombos gelten als erfahrene Segler und befanden sich im Rahmen einer Weltreise mit ihrer Yacht auf dem weg von Ägypten nach Malaysia. Alle Warnungen vor den Piratengebieten im Roten Meer, im Golf von Aden und im Indischen Ozean vor Somalia hatten sie in den Wind geschlagen.
- Mehr Details zur Entführung: hier.
- Mehr Details zur Befreiung von Evelyne Colombo: hier.
Heute morgen wurde ein Frachter nördlich der Hanisch Inseln im Roten Meer entführt.
Nach Angaben der NATO (Alert 217) wurde das Schiff von Piraten in zwei Skiffs angegriffen. Nähere Details und der Name des Schiffes wurden nicht bekannt gegeben.

Die NATO rechnet damit, dass die Piratenaktivitäten in den nächsten zwei Wochen stark zunehmen werden. dann lässt erfahrungsgemäß der Monsunwind nach und neben den Dhau-Kapitänen sind dann auch wieder vermehrt Seeräuber unterwegs.
Bereits am Freitag wurde der griechische Tanker MT Gas Pride im Roten Meer von sieben schwer bewaffneten Gangstern angegriffen und geentert.
Die Besatzung zog sich in die Schutzräume zurück, bis die Piraten das Schiff unverrichteter Dinge verließen. Nähere Informationen über den Zwischenfall sind noch nicht bekannt.
Die englische Originalmeldung von SomaliaReport findet ihr hier.
Liberian-flagged Greek-owned LPG Tanker MT GAS PRIDE came under pirate attack on Friday afternoon ,20110812, while under way some 135 nautical miles north of Bab El Mandeb in Red Sea. MT GAS PRIDE was attacked by seven heavily-armed pirates on while she was sailing to Fujairah from Suez. The pirates fired and boarded the vessel but abandoned the LPG Tanker when the crew members went into a citadel. The crew members include 2 Ukrainian nationals, 14 Filipinos and a Latvian.
Zwölf Skiffs mit jeweils fünf bis acht Piraten an Bord haben am Sonntag vor der Küste Eritreas im Roten Meer einen Frachthter attackiert.
Bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord des Schiffes schlugen den Angriff zurück. Sicherheitsexperten glauben, dass die Piraten eine neue Taktik ausprobieren: Angriff im Rudel. Bisher attackierten maximal zwei bis drei Boote. Dass jetzt fast eine Hundertschaft gegen ein einzelnes Schiff im Einsatz war, ist eine neue Qualität. Mehr…
Die Erfolgsstory bewaffneter Security an Bord von Frachtern im Piraten-Gebiet vor Somalia geht weiter. Am Dienstag verhinderten Warnschüsse die Entführung der indischen MV Protector.
Das unter panamesischer Flagge fahrende Schiff war auf dem Weg von Kirch/Ukraine nach Mombasa/Kenia, als es im Roten Meer vor Eritrea von Piraten in vier Skiffs angegriffen wurde. Die drei amerikanischen Security-Männer und ihr philippinischer Kollege gaben Warnschüsse ab, was die Piraten dazu brachte, den Angriff abzubrechen.
Die 26 Besatzungsmitglieder aus Indien und Bangladesh setzten ihre Fahrt fort. In den letzten Wochen hat bewaffnete Security zahlreiche Angriffe verhindert. Zum Beispiel diesen und diesen.
(Source: somaliareport.com)
Sechs schwer bewaffnete Piraten haben heute morgen im Roten Meer den norwegischen Tanker MT Front Pride angegriffen. Drei britische Söldner an Bord des Schiffes vertrieben die Angreifer mit Warnschüssen.
Der Angriff erfolgte nach Informationen aus Somalia 30 sm nördlich von Eritrea mit Maschinengewehren und Raketen. An Bord der Front Pride (Foto) waren 31 Mann Besatzung plus drei bewaffnete britische Security-Leute. Die Briten schossen zurück und die Piraten brachen den Angriff ab.
Niemand an Bord der Front Pride wurde verletzt. Das Schiff setzte seine Fahrt wie geplant fort.
Seit die Inder vor ihrer Küste massiv gegen Piraten-Mutterschiffe vorgehen und diese mit Mann und Maus versenkt haben, gibt es kaum noch Piratenangriffe vor dem Subkontinent.
Das wurde jetzt am Rande der Schiffs-Sicherheitsmesse MS&D in Hamburg bekannt. Die somalischen Gangster verwenden unterdessen immer häufiger bereits gekaperte Handelsschiffe als Basis für ihre Raubzüge. Bis zu 100 Piraten sind dann an Bord dieser Mutterschiffe. Neue Zielregion für die Seeräuber ist das Rote Meer und damit die direkte Kontrolle über die Zufahrt zum Suezkanal.
Mehr als 20 Marinedelegationen haben sich zur Internationalen Messe und Konferenz für maritime Sicherheit und Verteidigung (MS&D) in den Hamburger Messehallen angemeldet. Darunter sind die Navychiefs aus Südafrika, Katar Algerien. Laut Messechef Bernd Aufderheide ist die Messe in Deutschland einzigartig. Mittelfristig solle die MS&D zur zentralen Diskussions- und Informationsplattform für sicherheitsrelevante Themen im maritimen Sektor werden. Mehr…
Das Geschäft der Piraten in Somalia brummt richtig. Praktisch im Tages-Rhythmus werden Schiffe entführt und Lösegeld in Millionenhöhe kassiert. Gestern fand wieder ein Schiffstausch statt. Die MV Motivator kam frei, die MV Eagle in Geiselhaft.
Der 52.000-Tonnen-Frachter MV Eagle (Foto) wurde nach Angaben der europäischen Anti-Piraten-Mission Atalanta (EuNavFor) heute morgen im Golf von Aden (GOA) 490 sm südwestlich von Salaam im Oman von einem einzigen Skiff aus mit Sturmgewehren und Granatwerfen angegriffen und geentert.
Die griechische Eagle fährt unter der Flagge von Zypern und hatte 24 philippinische Besatzungsmitglieder an Bord. Sie war auf dem Weg von Akaba in Jordanien nach Paradip in Indien. Mehr…
Der ebenfalls griechische Tanker MV Motivator (fuhr unter der Flagge der Marshall Inseln) wurde dagegen gestern gegen ein Lösegeld in unbekannter Höhe 160 sm südwestlich der Insel Socotra freigelassen. Den 18 philippinischen Besatzungsmitgliedern geht es angeblich den Umständen entsprechend gut.
Sie waren über ein halbes Jahr lang Geiseln der Piraten. Das Schiff (Foto) war am 4. Juli 2010 im südlichen Roten Meer entführt worden. Die Besatzung eines europäischen Kriegsschiffes kümmert sich jetzt um die freigelassenen Geiseln und eskortiert die Motivator zu einem Hafen. Mehr…
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