NATO verfolgt Piraten-Mutterschiff mit acht Skiffs

Die NATO warnt vor einer großen Pirate Action Group (PAG) im Indischen Ozean. Die Männer operieren mit acht Schnellbooten von einem Mutterschiff aus.

Gestern attackierten sie einen Frachter bei den Socotra Inseln. Jetzt werden sie von der NATO gejagt, deren Aufklärungsflugzeuge und Drohnen versuchen, das verdächtige Mutterschiff im Visier zu behalten.

Die NATO-Meldung:

At 1000 UCT on 09 May 2012, a merchant vessel was attacked (Alert 039/12) by 2 white skiffs in position 10 40N 060 04E approximately 360nm South East of Socotra Island. A mothership and a total of 8 skiffs were reported at the same location. The vessel is SAFE.

FGS BERLIN befreit 25 Geiseln

Das deutsche Kriegsschiff Berlin hat am Mittwoch 25 indische Seeleute befreit, die an Bord ihrer Dhau in der Gewalt von Piraten waren.

Die Piraten hatten die Dhau als Mutterschiff für Angriffe auf Tanker und Frachter im Golf von Aden verwendet. Vermutlich handelt es sich um das Schiff aus dieser Nachricht.

Am 28. Februar meldete ein Handelsschiff eine  Piratenattacke. Die Berlin schickte ihren Bordhelikopter an den Tatort und identifizierte die Dhau als Mutterschiff somalischer Piraten.

Zunächst zerschoss die Helikopterbesatzung die beiden Schnellboote der Piraten (Skiffs), die unbemannt hinter der Dhau hergezogen wurden. Wegen der Geiseln an Bord konnten die deutschen Marinesoldaten allerdings nicht verhindern, dass die Piraten nach Somalia flohen. Die Geiseln und die Dhau blieben unversehrt zurück. Vier der Geiseln benötigten medizinische Hilfe. Dann setzte die Dhau ihre Fahrt fort.

Die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor hat Bilder zu dem Zwischenfall bereitgestellt, auf denen die Dhau MSV Ashma mit der indischen Besatzung zu sehen ist.

Schlechtes Wetter behindert Piraten

Bescheidene Wetterverhältnisse am Horn von Afrika und im Somalibecken sowie heftige Winde im Arabischen Meer behindern zur Zeit die Piraten vor Somalia.

Das meldete jetzt die NATO in ihrem Piraten-Bericht für letzte Woche. Es gab nur einen erfolgreichen Überfall auf ein Fischerboot, das aber von der Besatzung zurückerobert werden konnte sowie drei gescheiterte Attacken und einen verdächtigen Zwischenfall.

Nach meiner Zählung gab es aber in der Woche vom 3. bis zum 9. November erheblich mehr Zwischenfälle:

Die deutsche Fregatte Köln macht den Piraten vor Somalia weiterhin das Leben schwer. Auf dem Foto oben ist eine PAG (Pirate Action Group) zu sehen, die gerade hektisch versucht, eine Panzergranate loszuwerden. Nütze aber nichts. Die Soldaten der Köln nahmen die Männer fest und versenkten ihr Boot  (Foto unten) vor der Küste Tansanias.
Hier die Originalmeldung der europäischen Anti Piraten Mission EuNavFor.
Hier der Bericht der Bundeswehr.

Die deutsche Fregatte Köln macht den Piraten vor Somalia weiterhin das Leben schwer. Auf dem Foto oben ist eine PAG (Pirate Action Group) zu sehen, die gerade hektisch versucht, eine Panzergranate loszuwerden. Nütze aber nichts. Die Soldaten der Köln nahmen die Männer fest und versenkten ihr Boot  (Foto unten) vor der Küste Tansanias.

    Die deutsche Fregatte FGS Köln läßt nicht locker. Gestern stoppte sie eine Pirate Action Group PAG (Foto) 30 sm vor der somalischen Küste. Die mutmasslichen Piraten hatten Waffen, Leitern und andere für Seeräuber typische Gerätschaften an Bord. Ein deutsches Boarding Team zerstörte die Piratenboote und ihre Motoren. Die zwölf Verdächtigen wurden an der Küste ausgesetzt. Mehr…

    Die deutsche Fregatte FGS Köln läßt nicht locker. Gestern stoppte sie eine Pirate Action Group PAG (Foto) 30 sm vor der somalischen Küste. Die mutmasslichen Piraten hatten Waffen, Leitern und andere für Seeräuber typische Gerätschaften an Bord. Ein deutsches Boarding Team zerstörte die Piratenboote und ihre Motoren. Die zwölf Verdächtigen wurden an der Küste ausgesetzt. Mehr…