Private Marine im Golf von Aden ab Ende 2012

Die erste private Kriegsflotte der Welt will ab Ende des Jahres mit 17 Einsatzschiffen von Djibouti aus den Golf von Aden sicherer machen.

Das private Convoy Escort Program (CEP) wird von den Schiffsversicherern Jardine Lloyd Thompson und Lloyds of London finanziert. Sie soll Schutz gegen Piraten bieten. Eine Konvoi-Fahrt unter dem Schutz des CEP Programms soll 30-40.000 USD pro Schiff kosten.

Zum Vergleich: Bewaffnete Security an Bord eines Schiffes kostet bis zu 60.000 USD. Dazu kommen zusätzliche Versicherungsprämien in Höhe von 80.000 USD.  Mehr… 

Piraten ändern Taktik

Die somalischen Piraten kapern verstärkt traditionelle Dhaus und setzen sie als Mutterschiffe für Attacken auf den wichtigen Handelsrouten vom und zum Suezkanal ein.

Das berichten jetzt Militärs und Industriekreise. Im letzten Jahr verwendeten die Piraten vor allem gekaperte Handelsschiffe als Basis für Angriffe weit draussen im Indischen Ozean. Die grossen Schiffe machten sie wetterunabhängig (und sind auch komfortabler als Dhaus).

Seit die Kriegsflotten Europas, der USA, Russland, Indiens, Chinas und andere Nationen aber der Seegebiet immer intensiver überwachen und vor allem der Iran und Indien gekaperte Frachter sofort wieder befreien, erinnern sich die Piraten wieder an ihre Anfangszeiten, als sie mit unauffälligen Dhaus und ihren Schnellbooten (Skiffs) attackierten. In diesem Jahr werden große Schiffe kaum noch als Mutterschiffe eingesetzt. Mehr…

Iran verstärkt Kriegsflotte im Golf von Aden

Der Iran hat zur Zeit zwei Kriegsschiffe im Golf von Aden stationiert. Angeblich dienen sie zum Schutz iranischer Schiffe vor Piraten aus Somalia.

Bei den Schiffen handelt es sich um den Versorger Khark und den Zerstörer Shahid Naqdi (Foto). Sie sollen künftig in enger Zusammenarbeit mit den Golfstaaten operieren. Eine Kooperation mit Saudi Arabien wurde bereits vereinbart.

Somalische Fischer: Marine zerstört unsere Boote

Fischer aus der semi-autonomen somalischen Region Puntland werfen der internationalen Kriegsflotte vor, ihre Boote zu zerstören.

Die Fischer aus dem Ort Bayla im Norden Somalias behaupten, fast täglich gegen Mitternacht würden Kriegsschiffe und Fischtrawler mit schweren Waffen auf ihre kleinen Boote schießen und diese versenken. Mehr…

Töten Piraten Fischer aus Somalia?

Immer mehr Fischer aus Somalia kommen von ihren Fahrten nicht mehr zurück. Allein im letzten Monat sind fünf Männer verschwunden.

Betroffen ist vor allem die semi-autonome Region Puntland. Die Behörden rätseln jetzt, was die Ursache für das verschwinden der Männer sein könnte. Drei Szenarien gelten als besonders wahrscheinlich:

  • Somalische Piraten töten die Männer draußen auf See, um ihre Boote und Waffen zu stehlen (alle Fischer fahren mit Kalischnikows bewaffnet raus, um sich gegen Piraten verteidigen zu können).
  • Illegale Fischer aus anderen Nationen, die in somalischen Hoheitsgewässern auf Beutezug gehen, versenken die kleinen Boote der Einheimischen.
  • Die internationale Kriegsflotte zum Schutz gegen Piraterie hält die Fischer wegen ihrer Waffen für Seeräuber und versenkt ihre Boote oder nimmt die Männer in Gewahrsam.

Für eine offizielle Untersuchung fehlt den Behörden in Somalia die Kapazität und das Geld.

Einen ausführlicher Bericht über das Phänomen der verschwundenen Fischer gibt es hier.

Iran verschärft Anti Piraten Operationen

Der Iran hat in den vergangenen zwei Jahren fast 1.000 iranische Frachter und Tanker durch den Golf von Aden (GOA) eskortiert. Dabei kam es zu 30 Zusammenstößen mit Piraten.

In allen Fällen wurden die Seeräuber zurückgeschlagen. Jetzt will das Land seine Kriegsflotte vergrößern und den Schutzbereich ausweiten. Mehr

Versicherer planen Privatkrieg gegen Piraten

Die britische Versicherungsfirma  Jardine Lloyd Thompson bereitet eine Flotte von 18 privaten Kriegsschiffen vor, die Schiffe sicher durch die Piratengebiete vor Somalia begleiten sollen.

Jardine Lloyd Thomson versichert nach eigenen Angaben etwa 15 Prozent des internationalen Schiffverkehrs. Das sogenannte Convoy Escort Program (CEP) soll von BTG Global Risk Partners durchgeführt werden.  Mehr…