Emirate spendieren Seychellen Anti-Piraten-Einheit

Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) haben  den Seychellen eine Küstenwachtbasis zur Bekämpfung von Piraten finanziert.

Die Basis wurde für 11,8 Mio. Euro auf der Ille Perseverance eingerichtet und mit fünf Küstenwachbooten ausgerüstet. Die 115 Seychellen-Inseln liegen nördlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Mehr…

Piraten machen Pause

Seit Tagen herrscht Ruhe vor der Küste Somalias. Die Piraten scheinen Pause zu machen.

EuNavFor hält uns mit einem Betankungsmanöver bei Laune (Foto oben), hat sonst aber nichts zu berichten.

Die NATO stellt immerhin zwei Fotos von verdächtigen Dhaus ins Internet (siehe rechts und unten). Aber die sind auch schon zwei Wochen alt. Ansonsten meldet sie “no significant changes”.

Die Küstenwache des Jemens dagegen beweist, dass die Piraten nicht verschwunden sind. Sie hat gestern vor den Socotra-Inseln im Golf von Aden 14 mutmassliche Seeräuber festgenommen. Die Männer müssen mit 10 Jahren Haft rechnen.

Verdächtige Dhau (Fotos: NATO)

Neues Segler-Drama im Golf von Aden

Gerade haben somalische Piraten die vor einem halben Jahr gekidnappte dänische Segler-Familie frei gelassen, da bahnt sich ein neues Segler-Drama an: Vor dem Jemen wurde gestern eine französische Yacht herrenlos aufgegriffen.

Die Crew hatte noch ein Notsignal ausgesendet. Aber als das deutsches Kriegsschiff FGS Bayern (Foto) den Katamaran erreichte, war die Besatzung verschwunden. Bisher ist noch nicht einmal bekannt, wieviele Personen an Bord waren. Die französische Regierung bestätigte den Zwischenfall, gab den Namen des Schiffes aber nicht bekannt.

Unterdessen heißt es, dass angeblich vier Personen an Bord des Segelschiffes waren. Angeblich wird der Katamaran nach Dschibuti geschleppt und soll dort von Agenten des französischen Geheimdienstes DGSE untersucht werden.

Die Küstenwache des Jemen erklärte demgegenüber, die Yacht habe 120 sm vor der Küste wegen eines technischen Defektes ein Notsignal abgesetzt. Kriegsschiffe der Anti-Piraten-Koalition hätten den Skipper und seine Frau in Sicherheit gebracht.

Update vom 10. September, 10:00 Uhr. Aus neuen Meldungen geht hervor, dass es sich um zwei verschiedene Segelboote gehandelt habe. Die Yacht mit dem Paar an Bord wurde geborgen, die Segler sind in Sicherheit. Die vier Segler von dem herrenlos im Golf von Aden treibenden Katamaran sind noch immer verschwunden. Mehr…

Der Internationale Seglerverband ISAF warnt alle Segler dringend davor, die Piratengebiete vor Somalia zu durchfahren. Trotzdem segeln immer wieder Abenteurer in die Risikozonen.

Unterdessen bestätigte die europäische Anti-Piraten Mission EuNavFor Atlanta den Zwischenfall. Hier die Originalmeldung:

On 8 September, the FGS BAYERN responded to a distress call and located a yacht off the coast of Yemen.

An inspection of the yacht found no persons on board. The whereabouts of the crew is unknown at this time.

For further information please contact the French Foreign Ministry at telephone number +33143175757.

Immer mehr Piraten-Attacken in Westafrika

US-Ausbilder trainieren nigerianische Marine-Offiziere

Die extreme Zunahme von Piraten-Überfällen im Golf von Guinea gefährdet die Zukunft eines der wichtigsten wirtschaftlichen Hotspots in Westafrika.

Die Anliegerstaaten Nigeria und Angola gehören zu den wichtigsten Ölproduzenten, der Schiffsverkehr im Golf von Guinea wird immer dichter.

Für die organisierte Kriminalität ist das eine Herausforderung. Aber die Strategie der westafrikanischen Piraten unterscheidet sich von der ihrer Kollegen in Somalia/Ostafrika. Geiselnahmen und Lösegelder gehören nicht zu den Taktiken der vor allem aus Nigeria stammenden Gangster. Sie überfallen vor allem Tanker mit höchster Brutalität, entführen das Schiff und pumpen die Ladung ab. Dass sie auch ansonsten alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist, muss nicht eigens erwähnt werden.

Unterdessen versuchen amerikanische und europäische Ausbilder die Küstenwache der Anrainerstaaten zu verstärken. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es in Voice of America.

Widerstand der Besatzung kann tödlich sein.

Piratenangriff auf schwedischen Tanker vor Benin

Im Golf von Guinea vor der westafrikanischen Küste werden die Piraten immer aktiver.

Nach dem Überfall auf einen italienischen Tanker Ende Juli, griffen sie am vergangenen Sonntag den schwedischen Tanker Gotland Sofia (Foto) an und enterten das Schiff.

Die Küstenwache von Benin erschien aber schnell am Tatort und schlug die Gangster in die Flucht. Die Besatzung blieb unversehrt, das Schiff wurde nur leicht beschädigt und setzte seine Reise fort.

Puntland bereitet Anti Piraten Operation vor

Die Sicherheitskräfte der quasi-autonomen somalischen Region Puntland bereiten einen Militärschlag gegen Piraten vor.

Dabei werden sie nach Angaben aus Somalia von der NATO unterstützt. Die Küstenwache Puntlands verfügt nur über zwei kleine Boote. Mehr…

Das sind nach Angaben von SomaliReport die Boote der Küstenwache in Puntland.

Abgedrehtes Video der rumänischen Küstenwache. Ein Schiff der Küstenwache fordert im schwarzen Meer einen türkischen Fischtrawler auf, die Maschinen zu stoppen. Als der Kapitän nicht reagiert, schießen die Rumänen das Schiff in Brand. Das irre ist: Die türkischen Fischer bleiben weiterhin an Deck sitzen oder stehen, als sie vollkommen unter Drogen oder im Koma oder Zombies. Schließlich versenken die Rumänen das türkische Schiff. Jetzt haben die Fischer plötzlich Rettungswesten an und lassen sich von Zodiacs retten. Verletzt wurde anscheinend niemand. Die Hintergründe des Vorfalls: unbekannt.

Küstenwache in Somaliland lacht über EuNavFor

Die Küstenwache der unabhängigen Republik Somaliland lacht über die europäische Anti-Piraten-Mission EuNavFor.

„Die meinen es doch gar nicht ernst! Die nehmen die Piraten nur fest, wenn sie sie auf frischer Tat ertappen. Werfen die Seeräuber zuvor ihre Waffen über Bord, versorgen sie sie sogar mit Essen und Trinken und lassen sie ziehen. Das bringt doch nichts. Wenn wir auf Piraten stoßen, jagen wir sie“, sagt ein Sprecher der Küstenwache in einem Bericht der Tageszeitung DIE WELT.

Die Küstenwache des Somalilandes muss 900 Kilometer Küstenlinie überwachen, ist jedoch total mangelhaft ausgerüstet. Aber sie hat einen Admiral, ein Gefängnis und ein paar gefangene Piraten. (Tagesschau-Video)

(Source: tagesschau.de)

Tanker mit Raketen beschossen

Schon letzte Woche wurde der Tanker Aegea vor Indien von Piraten mit Raketen beschossen. Der Gefechtskopf traf das Schiff, expoldierte aber nicht. Der MV Aegea gelang die Flucht nach Sikka. Dort wurde die Granate von Spezialisten der indischen Küstenwache entschärft.

EU will Küstenwache in Somalia aufbauen

Die Europäische Union erwägt, den Aufbau einer Küstenwache in Somalia zu unterstützen. Damit soll die Piraterie eingedämmt werden.

“Es geht um die Frage: Wie kann man verhindern, dass von den Piratennestern an der Küste eine ständige Bedrohung ausgeht und wir keine Möglichkeit haben, sie zu bekämpfen”, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt, der Nachrichten Reuters.

Schmidt nahm an einem Treffen der EU-Verteidigungsminister im ungarischen Gödöllö teil.

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Piraten aus Somalia vor Indien

Die indische Küstenwache patrouilliert jetzt verstärkt vor der Küste, weil somalische Piraten unterdessen direkt vor dem Subkontinent Schiffe entführen. Mehr Infos, Diskussion und Karte: hier…