Gerade haben somalische Piraten die vor einem halben Jahr gekidnappte dänische Segler-Familie frei gelassen, da bahnt sich ein neues Segler-Drama an: Vor dem Jemen wurde gestern eine französische Yacht herrenlos aufgegriffen.
Die Crew hatte noch ein Notsignal ausgesendet. Aber als das deutsches Kriegsschiff FGS Bayern (Foto) den Katamaran erreichte, war die Besatzung verschwunden. Bisher ist noch nicht einmal bekannt, wieviele Personen an Bord waren. Die französische Regierung bestätigte den Zwischenfall, gab den Namen des Schiffes aber nicht bekannt.
Unterdessen heißt es, dass angeblich vier Personen an Bord des Segelschiffes waren. Angeblich wird der Katamaran nach Dschibuti geschleppt und soll dort von Agenten des französischen Geheimdienstes DGSE untersucht werden.
Die Küstenwache des Jemen erklärte demgegenüber, die Yacht habe 120 sm vor der Küste wegen eines technischen Defektes ein Notsignal abgesetzt. Kriegsschiffe der Anti-Piraten-Koalition hätten den Skipper und seine Frau in Sicherheit gebracht.
Update vom 10. September, 10:00 Uhr. Aus neuen Meldungen geht hervor, dass es sich um zwei verschiedene Segelboote gehandelt habe. Die Yacht mit dem Paar an Bord wurde geborgen, die Segler sind in Sicherheit. Die vier Segler von dem herrenlos im Golf von Aden treibenden Katamaran sind noch immer verschwunden. Mehr…
Der Internationale Seglerverband ISAF warnt alle Segler dringend davor, die Piratengebiete vor Somalia zu durchfahren. Trotzdem segeln immer wieder Abenteurer in die Risikozonen.
Unterdessen bestätigte die europäische Anti-Piraten Mission EuNavFor Atlanta den Zwischenfall. Hier die Originalmeldung:
On 8 September, the FGS BAYERN responded to a distress call and located a yacht off the coast of Yemen.
An inspection of the yacht found no persons on board. The whereabouts of the crew is unknown at this time.
For further information please contact the French Foreign Ministry at telephone number +33143175757.