Piraten überfallen deutschen Tanker vor Togo

Zwölf Piraten haben am Donnerstag einen deutschen Tanker im Golf von Guinea geentert, die Besatzung ausgeplündert und die Ladung abgepumpt, bevor sie das Schiff wieder frei gaben.

Bei dem Überfall wurden einige der 14 Crew-Mitglieder leicht verletzt. Der Name des Schiffes ist bisher nicht bekannt. Mehr…

Das International Maritime Bureau (IMB) warnte vor einer Zunahme der Piratenattacken im Golf von Guinea, im Süden von Westafrika. In diesem Jahr seien in der Region bereits 43 Übergriffe durch Piraten gemeldet worden, darunter Kaperungen, Entführungen und Morde. Die Angreifer hätten es meist auf Öl abgesehen, das sie abpumpen und auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Das IMB warnte, vor Westafrika könne sich ein neuer Schwerpunkt der Piraterie entwickeln und forderte mehr Patrouillen, um den Seehandel zu schützen.

33 Prozent weniger Piratenüberfälle

Im ersten Halbjahr 2012 ist die Zahl der weltweiten Piratenüberfälle im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf 177 gesunken.

2011 waren es im gleichen Zeitraum noch 266 Überfälle. Ursache für den Rückgang sind nach Ansicht des International Maritime Bureau (IMB) der verstärkte Einsatz von Kriegsschiffen vor Somalia, wo die Zahl der Piratenangriffe sich auf 69 halbierte. Mehr…

Nach Angaben von Sicherheitskreisen haben die somalischen Syndikate aber lediglich ihre kriminellen Aktionen von See an Land verlegt, wo sie jetzt insbesondere Ausländer und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kidnappen, um Lösegelder zu erpressen.

Weniger Piratenangriffe weltweit

Die Zahl der Piratenangriffe hat weltweit im ersten Halbjahr 2012 stark nachgelassen. Sie fiel von 266 auf 177.

Dennoch wurden laut International Maritime Bureau (IMB) zwischen Januar und Juni 20 Schiffe gekapert und 334 Besatzungsmitglieder entführt. Mindestens vier Seeleute kamen ums Leben.

Vor Somalia gab es nur noch 69 statt 163 Piratenattacken. Das liege an den internationalen Anti-Piraten-Einsätzen, sagte das IMB heute.

Die Pressemeldung des IMB: hier.

Iran verjagt Piraten-Armada, Gastanker entkommt Angriff

Die iranische Marine kommt weit rum. Jetzt hat sie nach Angaben Teherans 145 Kilometer vor dem südindischen Hafen Cochin eine Pirat Action Group (PAG) verjagt, die einen iranischen Frachter attackiert hatte. Wie üblich bei Meldungen aus Teheran, war es auch dieses mal wieder eine ganze Armada von Seeräubern: Acht Schnellboote voll mit bewaffneten Männern.

Die NATO und das International Maritime Bureau (IMB) melden übereinstimmend eine weitere Piratenattacke, die heute früh vor Oman stattgefunden hat. Ziel des Angriffs war ein LNG Tanker, der allerdings entkommen konnte. Bei diesem Angriff kam nur ein Skiff (Schnellboot) zum Einsatz.

Ein NATO-Sprecher sagte:

Rocket Propelled Grenades (RPGs) were also seen aboard the skiff. The vessel has Best Management Practices implemented, used evasive maneuvers and is now safe.

Piraterie: Mehr als ein Überfall pro Tag

102 Piratenüberfälle in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 hat das International Maritime Bureau (IMB), die Piraterie-Ermittlungsorganisation der Internationalen Handelskammer ICC, gezählt.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Vor Somalia nahm die Zahl der Attacken von 96 im Vergleichszeitraum 2011 auf 43 ab. Dabei  wurden neun Schiffe entführt und 144 Seeleute als Geiseln genommen.
  • Vor Nigeria nahmen sie dagegen an Zahl und Brutalität zu. Das IMB zählte elf Angriffe, bei denen zwei Seeleute ums Leben kamen.
  • Vor Indonesien sind die Überfälle in den ersten drei Monaten von fünf auf acht Fälle zum Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.  15 Handelsschiffe wurden geentert, davon dreizehn auf ihrem Ankerplatz. Fünf Seeleute wurden gekidnappt.

Hier kann der IMB Report angefordert werden.

Zwei Tote bei Piratenangriff auf Frachter vor Nigeria

Bereits am 13. Februar kamen der Kapitän und der Schiffsingenieur eines Frachters im Golf von Guinea vor Nigeria bei einem Piratenangriff ums Leben.

Ich reiche diese Nachricht aus Chronistenpflicht nach (war über eine Woche ohne vernünftigen Internetzugang in Afrika).

Acht Piraten hatten das Schiff gestürmt und einen Koch als Geisel genommen, der sie zur Kapitänskajüte brachte. Dort erschossen die Gangster den Kapitän und flohen mit dem Schiffssafe. Der Schiffsingenieur kam angeblich ums Leben, als er versuchte,  mit Hilfe von Bettlaken zu fliehen. Mehr…

Die übrige Crew des Schiffes hatte sich in der Zitadelle verschanzt und wurde von der nigerianischen Küstenwache und französischen Einheiten befreit.

Der Name des Schiffes wurde nicht genannt. Es soll sich um einen Bulker handeln.

Das International Maritime Bureau (IMB) forderte alle Schiffe auf, nigerianische Gewässer zu meiden. Die Piratengefahr sei im Moment extrem hoch. Es handelte sich um den dritten Überfall innerhalb weniger Tage.

Piratenbilanz 2011: 10 Tote, 802 Geiseln

439 Angriffe von Piraten gab es 2011 weltweit auf Handelsschiffe, die Hälfte davon geht auf das Konto somalischer Piraten.

Dies ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Jahresberichts des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB), das zur Internationalen Handelskammer (ICC) gehört. Die Kennzahlen aus dem Bericht (mit Vergleichszahl aus dem Vorjahr):

  • 439 Piratenangriffe weltweit (445)
  • 236 davon durch somalische Piraten (219)
  • 802 Geiseln (1181)
  • 10 Besatzungsmitglieder ermordet (10)

Das Berliner ICC Büro fasst den Bericht so zusammen:

Von insgesamt 439 verzeichneten Angriffen erfolgten 275 vor den Küsten Somalias an der Ostküste und dem Golf von Guinea an der Westküste Afrikas.

Der Bericht zeigt einen leichten Rückgang bei der Gesamtanzahl der Angriffe weltweit. 2010 wurden 445 Überfälle gemeldet, 2011 waren es 439. Zuvor war vier Jahre lang ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen gewesen. Im vergangenen Jahr wurden 802 Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen. Auch dies markiert einen Rückgang, da es 2010 noch 1.181 Seeleute waren.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 45 Schiffe entführt, 176 geentert, 113 beschossen und 105 abgewehrte Angriffe gemeldet. Wie bereits 2010 kamen auch im vergangenen Jahr zehn Besatzungsmitglieder bei Piratenüberfällen ums Leben. Somalische Piraten bleiben die größte Bedrohung 54 Prozent der weltweit gemeldeten Fälle gehen auf das Konto der somalischen Piraten. So stieg die Anzahl der Angriffe von 219 in 2010 auf 236 im vergangenen Jahr. Erfreulicherweise waren sie jedoch weniger erfolgreich. Die Zahl der erfolgreichen Entführungen sank im gleichen Zeitraum von 49 auf 28.

Dieser Umstand ist auf die Bemühungen der internationalen Seestreitkräfte zurückzuführen. Anderenfalls sei ein größerer Anstieg der Überfälle zu erwarten gewesen, so der Bericht. So wurden alleine im letzten Quartal 2011 rund 20 sogenannte Pirate Attack Groups (PAG) von den Marineeinheiten durch präventive Angriffe im vorhinein davon abgehalten, Handelsschiffe zu überfallen: Während es im letzten Quartal 2010 noch 90 Angriffe gab und 19 Schiffe entführt wurden, fiel die Zahl im Vergleichszeitraum 2011 auf 31 beziehungsweise 4.

“Dieses präventive Vorgehen, das Verhalten der Schiffseigener gemäß den “Best Management Practices” (BMP) sowie der abschreckende Effekt von privaten Sicherheitsdiensten an Bord haben gemeinsam zu einem Rückgang beigetragen,” sagt Pottengal Mukundan, Chef des Piracy Reporting Centre der ICC (IMB PRC), das seit 1991 die Pirateriezahlen weltweit erhebt. “Die Rolle der Marine ist von entscheidender Bedeutung für alle Maßnahmen der Anti-Piraterie-Bekämpfung.”

Obwohl die Anzahl von Schiffen, die private Sicherheitsdienste anheuern und über die Mitnahme an Board berichten, 2011 zugenommen hat, müsste man sich angemessen mit den Vorschriften und den Sicherheitsüberprüfungen befassen, warnt Mukundan.  Bis zu dem Zeitpunkt, an dem für diesen Bereich ein umfassender rechtlicher Rahmen geschaffen worden sei, müssten Reeder und Kapitäne den Vorgaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) und den Richtlinien der Industrie dafür folgen.

Der IMB-Report zeigt, dass sich die Überfälle der somalischen Piraten vorwiegend im Arabischen Meer und dem Golf von Aden konzentrieren. Gleichwohl entführten 2011 somalische Piraten erstmals ein geankertes Schiff im Territorialgewässer eines fremden Staates, Oman. Dies macht deutlich, dass Häfen und vor Anker liegende Schiffe in der Region wachsam sein müssen.

Andere afrikanische Hochrisikoregionen
Nigeria und Benin bleiben weiterhin Hochrisikoregionen. Aus Nigeria wurden 10 Überfälle und zwei Entführungen gemeldet. Das IMB warnt jedoch, dass diese Zahlen nicht die wirkliche Bedrohung durch Piraten wiedergeben. Der Umstand, dass viele Angriffe aus Nigeria nicht gemeldet werden, bleibt bedenklich. Das IMB stellt fest, dass man Kenntnis von 34 Vorfällen in der dortigen Region hat, die nicht gemeldet wurden.

Auch gab es 2011 vermutlich eine Ausweitung der Aktivitäten nigerianischer Piraten in die Nachbarregion nach Benin, wo 20 Angriffe auf Tanker gemeldet wurden, acht wurden entführt und ihrer Ladung teilweise beraubt. Zudem wurde in der Region überproportional viel Gewalt angewandt.

Besserung in Südost-Asien und dem indischen Subkontinent
Aus Bangladesh wurden 10 Piratenüberfälle in der Nähe von Chittagong gemeldet. Dies bedeutet einen Rückgang, da 2010 noch 23 Angriffe verzeichnet wurden. Er ist auf die verstärkten Maßnahmen der Küstenwache in Bangladesh zurückzuführen. Gleichwohl müssen Schiffe, die in der Nähe von Chittagong vor Anker gehen, wachsam bleiben. In Indonesien hat die Anzahl der Angriffe hingegen im zweiten Jahr in Folge zugenommen. Piratenüberfälle aus dem Südchinesischen Meer fielen von 31 im Jahr 2010 auf 13 im vergangenen Jahr.

Das IMB Piracy Reporting Centre (PRC) der ICC ruft Schiffseigner und Kapitäne dazu auf, alle Vorfälle dem PRC und den jeweiligen Behörden mitzuteilen. Das Piracy Center ist die einzige Einrichtung seiner Art weltweit. Es ermöglicht Schiffseignern, Vorfälle jederzeit und von jedem Ort aus zu melden. Das Center stellt Pirateriereporte zusammen, erteilt Warnungen, steht Schiffen bei Überfällen mit Rat zur Seite und koordiniert medizinische Hilfe und Unterstützung der zuständigen lokalen Behörden. Als Teil der privatwirtschaftlich organisierten Internationalen Handelskammer ist es frei von politischem Einfluss.

  • Der komplette ICC-Report (engl.) kann hier gratis zum Download angefordert werden (Anmeldung erforderlich).
  • Die (deutsche) Zusammenfassung gibt es hier.

Öltanker vor Nigeria entführt (Update)

Bereits am Sonntag (30. Okt.) haben Piraten einen Tanker mit 25 Mann Besatzung im Golf von Guinea entführt.

Das berichteten jetzt Focus online und andere Blätter unter Berufung auf einen Vertreter des Internationalen Schifffahrts-Büros (IMB) in London. Der Name des Schiffes und Einzelheiten der Piraten-Attacke wurden nicht bekannt gegeben.

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Unterdessen gibt es mehr Einzelheiten. Das Schiff heißt Halifax (Foto), fährt unter maltesischer Flagge und gehört der griechischen Ancora Investment Trust Inc. Es wurde am Sonntag von schwer bewaffneten Männern außerhalb des Hafens von Harcourt gekapert. Harcourt ist die wichtigste Stadt im ölreichen Niger-Delta.

Die Männer zwangen die Crew (Filipinos, Inder und vermutlich ein italienischer Kapitän) den Tanker in den Golf von Guinea hinauszufahren. Dort soll die Ladung (Öl) umgepumpt werden.

30 % mehr Piratenüberfälle

Angesichts der neuen Zahlen vom Internationalen Seefahrtsbüro (IMB) warnt die CDU vor einer Eskalationsspirale in der Piraterie und fordert den Einsatz von Elitetruppen gegen die Seeräuber.

Nach Angaben des IMB gab es von Januar bis Juni weltweit 266 Piratenangriffe, 70 mehr als im ersten Halbjahr 2010. Fast 500 Seeleute wurden als Geiseln genommen.

2010: Piraten nahmen weltweit 1.181 Geiseln

1.181 Seeleute haben Piraten im letzten Jahr weltweit entführt und als Geiseln genommen. 53 Schiffe wurden gekidnappt, acht Menschen getötet. Alle Schiffsentführungen bis auf vier haben sich vor der Küste Somalias ereignet. Das teilte gestern das International Maritime Bureau (IMB) der Internationalen Handelskammer  (ICC) mit. Mehr…

Alle Piraten-Überfälle innerhalb einer Woche

Ich habe euch mal zusammengestellt, wieviele Piratenüberfälle es in einer einzigen Woche im November gegeben hat.

Das Piracy Reporting Center des Internationalen Schifffahrtsbüro IMB hat für die Woche vom 1. bis zum 7. November folgende Piratenüberfälle protokolliert (ergänzt durch andere Quellen).

  1. Montag, 1. Nov. Uhrzeit unbekannt. Indischer Ozean, Seychellen. Eine Jacht mit drei Briten an Bord wird entführt. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.
  2. Dienstag, 2. Nov., 0300 Uhr. Indischer Ozean 245 sm östlich von Mombasa/Kenia. Sieben Piraten in zwei Schnellbooten feuern mit automatischen Waffen und Raketenwerfern auf einen Frachter. Bewaffnete Security schießt mit Leuchtraketen zurück. Piraten fliehen.
  3. Dienstag, 2. Nov., 0420 Uhr. Hafen von Belawan/Indonesien. Drei Männer mit Buschmessern entern einen Frachter und bedrohen Besatzungsmitglieder und fliehen mit einem entwendeten Rettungsboot.
  4. Dienstag, 2. Nov., 0500 Uhr. Golf von Aden, 15 sm vor der jeminitischen Küste. Der thailändische Fischkutter Sirichasi Nava 11 wird geentert und entführt. Als ein thailändisches Kriegsschiff am Tatort eintrifft, entdeckt sie 22 Fischer und einen jeminitischen Polizisten in einem Rettungsboot. Die Geretteten berichten, der Kutter sei in der Nacht von der jeminitischen Küstenwache beschossen und versenkt worden. Acht Piraten seien tot, zwei geflüchtet. Von einem Fischer und vier Polizisten fehlt noch jede Spur.
  5. Dienstag, 2. Nov., 1430 Uhr. Indischer Ozean, 850 sm östlich von Eyl/Somalia. Ein Mutterschiff somalischer Seeräuber mit zwei Schnellbooten greift einen Tanker an. Security feuert Warnschüsse. Piraten geben auf.
  6. Mittwoch, 3. Nov., morgens. Indischer Ozean, 225 sm östlich von Pemba Island/Tansania. Die Aly Zoulfecar mit 9 Besatzungsmitgliedern und 20 Passagieren wird auf dem Weg von den Komoren nach Dar Es Salam in Tansania entführt.
  7. Mittwoch, 3. Nov., 1906 Uhr. Puerto José/Venezuela. Sechs Männer mit Messern  überfallen einen Tanker, der in der Barcelona-Bucht vor Anker liegt, klauen ein Funkgerät und flüchten, als die Brücke Alarm auslöst.
  8. Freitag, 5. Nov., 1457 Uhr. Indischer Ozean, 50 sm östlich von Pemba Island/Tansania. Schwer bewaffnete Piraten in einem Schnellboot jagen und beschießen einen Tanker. Dem Tanker gelingt die Flucht, nachdem er vor Ort patrouillierende Kriegsschiffe um Hilfe gerufen hat. Die Piraten kehren zurück zu ihrem Mutterschiff, einem zuvor entführten Frachter, auf dem sie die Besatzung als Geiseln halten. Die Kriegsschiffe können nichts unternehmen.
  9. Freitag, 5. Nov, 1322 Uhr. 10 sm südlich von Parrot Island, Calabar, Nigeria. 20 schwer bewaffnete Männer in zwei Speedbooten überfallen einen Schlepper. Die Schlepperbesatzung flüchtet sich in den Schutzraum. Die Piraten rauben das Schiff komplett aus und flüchten.
  10. Samstag, 6. Nov., 1100 Uhr. Indischer Ozean, 6 sm vor Hobyo/Somalia. Flugzeuge werfen 9,5 Mio. Dollar Lösegeld über dem Supertanker Samho Dream ab. Die Piraten verlassen das Schiff. Die Samho Dream ist frei. Gleichzeitig kommt auch der Chemikalientanker Golden Blessing bei Gandala am Horn von Afrika frei. Wieviel Lösegeld bezahlt wurde ist unklar.
  11. Samstag, 6. Nov., 1953 Uhr. Südchinesisches Meer, 40 sm westlich des Tampelan Archipels/Indonesien. Sechs mit Messern bewaffnete Piraten entern einen Frachter, nehmen sechs Crew-Mitglieder als Geiseln, rauben den Schiffssafe aus und fliehen.
  12. Samstag, 6. Nov., Uhrzeit unbekannt. Indischer Ozean, Küste von Brawa/Somalia. Die südafrikanische Jacht Sy Choizil wird von Piraten gekapert und läuft auf Grund, als das französische Kriegsschiff Floreal mit Helikoptern und Speedbooten die Verfolgung aufnimmt. Der Skipper flieht durch einen Sprung ins Wasser und wird gerettet, seine Frau und ein Kind werden an Land verschleppt.
  13. Sonntag, 7. Nov. 0110 Uhr. Dumai/Indonesien. Zwei Männer entern einen Tanker, der hier vor Anker liegt. Sie werden entdeckt und flüchten ohne Beute als der diensthabende Offizier Alarm auslöst.

Piraten-Bilanz 2010: 1 Tote, 27 Verletzte, 773 Geiseln

27-Okt-10 In den ersten neun Monaten des Jahres haben Piraten weltweit 128 Schiffe geentert und 52 weitere beschossen. Insgesamt 70 Schiffe berichteten von vereitelten Überfällen. Die Piraten setzen in 137 Fällen Waffen und in 66 Fällen Messer ein, töteten ein Besatzungsmitglied, verletzten 27 und nahmen 773 als Geiseln. Das berichtet das Internationale Schiffahrtsbüro IMB. Mehr…