Malaysia verhandelt in Dubai über Piraten-Geiseln

Das sind die Kinder des Ersten Offiziers der MV Albedo. Er ist seit 19 Monaten Geisel somalischer Piraten. (Foto: Save MV Albedo Community Group)

Seit 19 Monaten sind die 22 Seeleute von der MV Albedo Geiseln somalischer Piraten.  Jetzt wird wieder verhandelt.

In Dubai treffen sich diese Woche Vertreter einer Sicherheitsfirma, die vom malaiischen Schiffseigner beauftragt wurden und Stammesälteste aus Somalia, die via Kenia nach Dubai eingeflogen wurden.

Eine der Geiseln ist bereits gestorben, sieben wurden an Land verschleppt. Die ursprüngliche Lösegeldforderung der Piraten betrug 10 Mio. Dollar. In Dubai wird jetzt aber über eine Summer unter 3 Mio. verhandelt. Mehr…


Counter Piracy Conference in Dubai

Am 27. und 28 Juni findet in Madinat Jumeirah, Dubai, die zweite Anti-Piraten-Konferenz statt. Hier ist das Programm

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Counter Piracy Conference in Dubai

The United Arab Emirates, in a partnership between the UAE Ministry of Foreign Affairs and global ports operator DP World, will  convene its second public-private international counter piracy conference in Dubai on 27-28 June.

The two-day event is entitled ‘A Regional Response to Maritime Piracy: Enhancing Public-Private Partnerships and Strengthening Global Engagement’. Mehr…

Sheikh Abdullah bin Zayed al Nahyan (Foto), UAE Minister of Foreign Affairs, said:

The UAE believes that maritime piracy, notably in the Gulf of Aden and the western Indian Ocean, remains of serious global concern. Pirate activity off the coast of Somalia continues to plague our region. Attacks by pirates endanger the lives of hundreds of seafarers, just as they undermine the prosperity and livelihoods of Somalia, its immediate neighbourhood, and the world.

Piraten entführen Chemikalientanker

Piraten ausSomalia haben bereits am Freitag den Chemikalientanker Royal Grace aus den Vereinigten Emiraten vor dem Oman entführt. Die Entführung wurde erst jetzt bekannt.

Das Schiff befindet sich mit 22 Mann Besatzung als Geiseln auf demn Weg zur Küste der quasiautonomen somalischen Region Puntland. Die NATO hat die Entführung bestätigt.

Die gekidnapte Besatzung besteht nach Angaben von SomaliaReport aus Indern, Pakistani und Nigerianern. Das Schiff (6.813 dwt) ist 28 Jahre alt und gehört  Snow Whyte Energy Ltd. in Dubai,. Es wird gemanagt von Oyster Cargo & Shipping LLC, ebenfalls in Dubai. Mehr…

Lage auf der entführten MV Iceberg verschärft sich

Seit dem 29. März 2010 ist das unter panamesischer Flagge fahrende RoRo-Schiff Iceberg (Foto) in der Hand somalischer Piraten. Zwei der 24 Crewmitglieder starben in der langen Geiselhaft bereits. Die Überlebenden richten jetzt einen Hilferuf an die Öffentlichkeit.

Nahrungsmittel- und Treibstoffvorräte seien erschöpft, erklärte einer der gefangenen Seemänner in einem Telefongespräch. Die Männer seien unterernährt, die Pumpen ausgefallen. Der Maschinenraum des Schiffes stehe unter Wasser.

Die Iceberg gehört Azal Shipping in Dubai und war auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Großbritannien. Die Ladung besteht aus Transformatoren, Generatoren und leeren Tanks für die britische Vermietungsfirma Aggreko International Power Projects. Die Crew kommt aus Indien, Ghana, Sudan, Pakistan, von den Philippinen und aus dem Jemen. Mehr…

Piraten kidnappen 2.000 Ziegen

Das gibt Gemecker. Somalische Piraten haben ein paar Meilen vor der Küste von Bosaso (Foto) im Norden Somalias einen Frachter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) mit mindestens 2.000 Ziegen an Bord gekidnappt.

Das bestätigten die Behörden aus der quasiautonomen somalischen Region Puntland. Die Al Nasri war mit der lebenden Fracht und 14 Besatzungsmitgliedern aus Indien und Pakistan auf dem Weg nach Dubai.Es wird vermutet, dass die Seeräuber den Frachter als Mutterschiff für weitere Überfälle benutzen wollen, jetzt aber ein Problem mit den vielen Tieren an Bord haben.

Kommentar: Dieser Überfall ist in mindestens zweierlei Hinsicht interessant.

Erstens scheint die durch den Sommermonsun bedingte Ruhephase in der Piraterie vor dem Horn von Afrika vorbei zu sein. Das Wetter wird besser, die See ruhiger und die Piraten rüsten auf für eine neue Welle von Attacken auf die Handelsschifffahrt.

Zweitens ist es doch einigermaßen überraschend, dass Somalia Schlachtvieh exportiert, wo es dort doch angeblich gerade die schlimmste Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten gibt. Das gibt noch einmal Grund, darüber nachzudenken, ob Hilfslieferungen sinnvoll sind. Experten warnen schon lange davor, dass die Gratis-Lebensmittel die regionalen Märkte zerstören. Die Preise für Schlachtvieh und landwirtschaftliche Erzeugnisse brechen zusammen - schließlich gibt es ja alles umsonst. Die Bauern müssen exportieren (wie in diesem Fall) oder gehen pleite.

(Source: somaliareport.com)

Finanzier der Piraten verhaftet

In Dubai wurde auf Antrag Belgiens angeblich einer der Hintermänner der Piraterie vor der Küste Somalias verhaftet.

Der Mann, über dessen Nationalität es keine Angaben gibt, soll demnächst ausgeliefert werden. Die Belgier waren ihm nach der Entführung des belgischen Frachters MV Pompei auf die Spur gekommen, als sie SIM-Kartten und Kontodaten überprüften. der Verdächtige soll zu den Finanziers der Piraten gehören.

(Source: somaliareport.com)

Frachter sinkt nach Freilassung durch Piraten

Der Frachter MV Rak Afrikana (Foto) sank gestern, unmittelbar nachdem er von somalischen Piraten freigelassen wurde. Die Besatzung wurde gerettet.

Das 112 m lange Schiff gehörte der RAK Training Ship Sindbad Reederei in Dubai. Es war bereits vor 11 Monaten am 11. April 2011 mit 26 Besatzungsmitgliedern gekidnappt worden.

Am Dienstag ließen die Piraten das Schiff nach Zahlung eines Lösegeldes in unbekannter Höhe frei. Aber schon am Mittwoch sendete die Rak Afrikana einen Notruf, weil durch ein Loch im Rumpf Wasser in das 30 Jahre alte Schiff eindrang. Die Besatzung ging in die Rettungsboote und das italienische Kriegsschiff ITS Zeffiro nahm die Männer an Bord, wie die europäische Anti-Piraten Mission EuNavFor heute mitteilte.