Britische Söldner im Kampf gegen somalische Piraten

Das ist ein NATO-Foto der französischen Seglerin Evelyne Colombo vom 10. September kurz vor ihrer Befreiung. Sie wird von somalischen Gangstern an Bord eines Skiffs als Geisel entführt.

Aus der Armee sind sie ausgeschieden. Aber für zahlreiche britische Ex-Marines geht der Krieg weiter - dieses mal gegen die Piraten vor Somalia.

in dieser spannenden Reportage berichtet Daily Mail über die gefährliche Arbeit der Söldner als Vessel Protection Detachment - und die irrwitzige Rechtslage. In den Hoheitsgewässern von Djibuti beispielsweise nimmt die Polizei den Männern ihre Waffen weg - und verständigt dann offenkundig sofort die Piraten.

In dem DM-Report wird jedenfalls beschrieben, wie unmittelbar nachdem die Polizisten das Schiff verlassen hatten, ein ganzes Geschwader somalischer Skiffs mit bewaffneten Gangstern an Bord den jetzt unbewaffneten Frachter attackierten. Nur ein französisches Kriegsschiff, das zufällig in der Nähe war, konnte eine Kaperung verhindern.

Der ganze Report: hier (engl.)

EuNavFor warnt Segler vor Piraten

Mit einem dramatischen Bericht über die Entführung und Tötung des französischen Segler Christian Colombo hat die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor heute vor Segelreisen in den Golf von Aden, das Rote Meer und den nördlichen Indischen Ozean gewarnt.

Colombo war mit seiner Ehefrau auf dem Katamaran Tribal Kat in das High Risk Gebiet gesegelt und Anfang September von somalischen Piraten attackiert worden. Kurz darauf gelang es Marineeinheiten, die Ehefrau zu befreien (Mehr dazu: hier). Christoph Colombo war zu diesem Zeitpunkt schon ermordet worden.

Die EuNavFor betont, eine Segelreise durch den Golf von Aden sei wie russisches Roulett. Wörtlich heißt es:

There is only one sure way of avoiding your yacht and crew being captured – freight the yacht across the high-risk area.

Otherwise you could be playing Russian Roulette with your crew and family.

Die Tribal Kat nach ihrer Bergung im Schlepp der deutschen Fregatte Bayern

EuNavFor bestätigt Segler-Drama auf der Tribal Kat

Die europäische Anti-Piraten-Mission EuNavFor bestätigte heute offiziell, was ich schon am Sonntag gemeldet hatte: Beim Piratenangriff auf die französischen Yacht Tribal Kat wurde der Skipper Christian Colombo ermordet. Seine Ehefrau Evelyne wurde von Piraten entführt und vom Boarding-Team des spanischen Kriegsschiffes Galicia befreit.

Die sieben festgenommenen Verdächtigen wurden der französischen Marine übergeben.

Die offizielle Meldung der EuNavFor: hier.

Breaking: Evelyne Colombo gerettet, Ehemann tot (mit Update)

Die gerettete Geisel von der französischen Yacht Tribal Kat ist Evelyne Colombo, die Ehefrau des Eigners.

Sie befindet sich unverletzt in Sicherheit an Bord des spanischen Kriegsschiffes Galicia. Die Galicia hatte ein Skiff mit verdächtigen Personen an Bord entdeckt, dass sich in Richtung Somalia bewegte. An Bord des Bootes befand sich eine weiße Frau. Die Spanier versuchten darauf hin, das Boot mit Warnschüssen zu stoppen, aber die Piraten erwiderten das Feuer.

Daraufhin setzte der spanische Kommandant den Bordhubschrauber und ein Boarding Team ein und gab den Befehl, das Piraten-Boot zu versenken. Die Soldaten schossen zunächst den Motor des Skiff in Brand und versenkten es dann. Sieben Piraten und Evelyne Colombo wurden unverletzt geborgen.

Am Freitag morgen hatte die deutsche Fregatte Bayern nach einem Notruf den Katamaran Tribal Kat herrenlos vor der Küste des Jemen entdeckt. An Bord der Yacht gab es Spuren eines Kampfes. Die Behörden vermuten, dass Christian Colombo dort getötet wurde.

  • UPDATE, Sonntag 18 Uhr: Unterdessen bestätige die Familie, dass Christian Colombo, 55, bei der Piraten-Attacke ermordet wurde. Die Leiche hätten die Piraten ins Meer geworfen. Die internationalen Marineeinheiten haben den Tod offiziell noch nicht bestätigt. Dort heißt es nur, Colombo sei vermisst. Mehr

Die Colombos gelten als erfahrene Segler und befanden sich im Rahmen einer Weltreise mit ihrer Yacht auf dem weg von Ägypten nach Malaysia. Alle Warnungen vor den Piratengebieten im Roten Meer, im Golf von Aden und im Indischen Ozean vor Somalia hatten sie in den Wind geschlagen.

  • Mehr Details zur Entführung: hier.
  • Mehr Details zur Befreiung von Evelyne Colombo: hier.

Breaking: Piraten töten französische Geisel

Die europäische Anti Piraten Mission EuNavFor teilte heute Abend mit, dass die Piraten einen der französischen Segler auf dem Katamaran Tribal Kat getötet hätten.

Das Schiff war am Freitag nach einem Notruf von der deutschen Fregatte Bayern herrenlos im Golf von Aden aufgefunden worden. heute stellte das spanische Kriegsschiff Galicia (Foto) ein Schnellboot mit somalischen Piraten und befreiten eine französische Geisel.

Noch ist nicht geklärt, ob der Eigner der Yacht, Christian Colombo, oder seine Frau Evelyne getötet wurden.

Details zum Segler-Drama: hier.

Details zum neuen Segler-Drama vor Somalia

Jetzt gibt es neue Details zu dem mutmaßlichen Segler-Drama vor Somalia. Die deutsche Fregatte Bayern hatte dort gestern um 09:05 Uhr einen unbemannte Yacht aufgegriffen.

Wie jetzt bekannt wurde, handelt es sich um den 17-m-Katamaran Tribal Kat. An Bord waren sein Designer und Eigner Christian Colombo und dessen Ehefrau Evelyne aus Var in Südfrankreich, sowie vermutlich zwei weitere Crew-Mitglieder. Die gesamte Crew ist noch immer verschwunden.

Das letzte Lebenszeichen stammt vom Donnerstag, 19:00 Uhr. Da funkte Colombo einen Mayday-Notruf.

Der gewöhnlich gut informierte Nachrichtendienst SomaliaReport berichtet, 15 Piraten der somalischen Majerteen- und Habargidir-Clans unter Führung des Piratenhauptmannes Raage Shire hätten die Besatzung der Yacht angegriffen und entführt. Die Geiseln befänden sich nun in Garacad/Somalia.

Die Colombos befanden sich seit zwei Jahren auf einer Segel-Weltreise. Ihre Erlebnisse publizierten sie in einem Weblog. Das Blog wurde unterdessen abgeschaltet.