35 Piraten Geiseln tot

Mindestens 35 Geiseln der somalischen Piraten kamen 2011 ums Leben - die bisher höchste Zahl an Todesopfern durch Piraterie.

Das berichteten heute die amerikanische One Earth Future Foundation und das International Maritime Bureau.  In dem Report heißt es, acht der Opfer wurden während der Entführung getötet oder später durch Piraten exekutiert, weitere acht starben an Hunger oder Krankheite, Der Rest kam bei Fluchtversuchen oder bei Befreiungsaktionen ums Leben.

Im gleichen Zeitraum starben 111 Piraten, die meisten wurden von Soldaten odere Securitymännern erschossen. Mehr…

The Economic Cost of Somali Piracy 2011

Die Untersuchung der One Earth Future Foundation als pdf-Dokument (62 Seiten/engl.) zum download: hier.

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Die wichtigsten Kennzahlen in der Zusammenfassung:

2011 kostete die Piraterie die Weltwirtschaft rund 7 Mrd. Dollar. Aber die Piraten selbst profitierten am wenigsten von dieser gigantischen Summe, sie kassierten nur 160 Mio. Wer bekommt den Rest?

In der gestern veröffentlichten Studie der One Earth Future Foundation heißt es, die globalen durch Piraterie verursachten Kosten seien 2011 zwar rund 5 Mrd. Dollar geringer als 2010. Dies habe aber nur mit einer geänderten Methode der Berechnungen zu tun und nicht mit einem Rückgang der Piraterie.

Wie die Summe sich zusammensetzt:

  • Nur 160 Mio. davon landeten als Lösegeld in den Taschen der Piraten.
  • Der höchste Posten in der Rechnung der One Earth Future Foundation waren Sicherheitsmassnahmen mit 2,7 Mrd. für zusätzlichen Treibstoff für High-Speed-Fahrten durch die Risikogebiete
  • 1,2 Mrd. Dollar kosteten 2011 die Militäreinsätze im Indischen Ozean und im Golf von Aden.
  • 1,1 Mrd.wurden für Sicherheitsausrüstungen und bewaffnete Security Teams an Bord ausgegeben
  • 635 Mio. kassierten Versicherungen für zusätzliche Piraten-Policen.
  • 680 Mio. kostete das Re-Routing von Schiffen wegen der Piratengefahr.
  • 195 Mio. bekamen die Crews ans Riosikozuschlägen, wenn sie in den Piratengebieten Dienst versahen.