Puntlands Präsident fordet Hilfe im Kampf gegen Piraten

Abdirahman Mohamed Faroole, der Präsident der somalischen Provinz Puntland, forderte in einem Brief an die UN die Befreiung eines Schiffes aus der Gewalt von Piraten.

Das ist interessant. Faroole aka Farole (Foto) gilt nämlich als einer der Paten der Piraten in Somalia. in meinem Buch Piratenterror zitiere ich den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) mit der Feststellung, Puntland entwickle sich unter Faroole zu einem korrupten und kriminellen Staat.

Auszug aus Piratenterror:

In der semiautonomen Region Puntland, die über ein rudimentäres Staatssystem verfügt und die Piraterie einigermaßen unter Kontrolle halten konnte, hat sich die Situation seit der Machtübernahme durch Abdirahman Mohamed Faroole vom Mussa-Issa-Clan im Jahr 2009 verschlechtert. In den Berichten für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heißt es, Puntland entwickle sich unter dem neuen Präsidenten in einen kriminellen Staat. Sowohl der Präsident selbst, als auch Mitglieder seines Kabinetts seien korrupt. Insbesondere Innenminister General Abdullahi Ahmed Jama „Ilkajiir“ und der Minister für innere Sicherheit General Abdillahi Sa’iid Samatar stünden auf der Payroll der Piraten. Kein Wunder, wenn der Etat des Staates gerade mal 20 Prozent des Jahresumsatzes der Piraten ausmacht.

Aber vielleicht hat der Präsident sich ja jetzt entschieden, zu den Guten zu gehören. Oder wurde das Schiff nur von einer konkurrierenden Piratengruppe entführt?