Hamburger Piratenprozeß: Lange Haftstrafen für Somalier
Nach fast zwei Jahren wurde im Hamburger Piratenprozeß am Freitag das Urteil gesprochen: Die zehn Angeklagten müssen für zwei bis sieben Jahre ins Gefängnis.
105 Tage wurde verhandelt, der Aufwand und die Kosten waren gigantisch. Dabei war der Fall klar: Die zehn Piraten wurden nach der Kaperung des deutschen Schiffes Taipan im April 2010 von niederländischen Marinesoldaten an Bord des Schiffes festgenommen.
Die Männer behaupteten in dem Verfahren vor Gericht fast alle, sie seien nur Mitläufer gewesen. Einer wollte die ganze Zeit nur auf einem Stuhl gesessen haben, ein anderer nur Wasser aus dem undichten Boot der Männer geschöpft haben, ein dritter war angeblich nur Dolmetscher.
Das Gericht nahm den Männern diese Ausreden nicht ab. Schließlich hatten sie die Taipan mit schweren Waffen attackiert, bevor sie das Schiff kaperten.
Drei jugendliche Täter wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die Erwachsenen müssen bis zu sieben Jahre ins Gefängnis.