USA: Pirat muss lebenslang in Haft

Wegen Piraterie zu zwölf mal lebenslänglich wurde jetzt der Somalier Mohammed Saaili Shibin in den USA verurteilt.

Er könne von Glück reden, dass er nicht die Todesstrafe erhalten habe, sagte Richter Robert Doumar am Montagabend. Shibin war für schuldig erklärt worden, in Überfälle von Piraten auf ein deutsches und ein US-Schiff 2010 und 2011 verwickelt gewesen zu sein und bei der Erpressung von Lösegeld eine Schlüsselrolle gespielt zu haben.

Mohammed Saaili Shibin  (Foto) war wegen mehrfacher Geiselnahme, Kidnapping, Piraterie in mehreren Fällen, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und illegalem Waffenbesitz angeklagt worden. 

Der 50jährige, der auch als Kalif Ahmed Shibin bekannt ist, war an den Lösegeldverhandlungen für die Crew der US Yacht Quest beteiligt. Die vier Amerikaner wurden damals von den Piraten getötet. Danach töteten Navy Seals einige der Piraten und nahmen den Rest fest.

Auch bei den Verhandlungen um das deutsche Schiff Marida Marguerite hatte Shibin eine Schlüsselrolle gespielt Er erhielt 30.000 bis 50.000 Dollar aus der Lösegeldsumme von angeblich 5,5 Mio. Dollar. Die Marida Marguerite war im Mai 2010 gekidnappt worden und kam erst im Dezember 2010 frei. Die Besatzung wurde während der Geiselhaft gefoltert.