Geiseln sterben auf entführtem Schiff

Den 24 Geiseln auf der vor 17 Monaten von Piraten entführten Iceberg (Foto) geht es schlecht. Ein Seemann ist bereits gestorben.

Die anderen leiden nach Angaben eines Sprechers der Piraten in Somalia unter Vergiftungserscheinungen. Angeblich, so der Pirat, hat der RoRo-Frachter giftige Chemikalien geladen, die offenbar ausdünsten.

Offiziell hat die Iceberg Maschinenteile für die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) geladen.

Der 4.500-Tonnen-Frachter gehört der Azal Shipping in Dubai und fährt unter panamesischer Flagge. Das Schiff wurde am 29. Mai 2010 zehn Seemeilen vor Aden im Jemen entführt und ist seitdem in der Gewalt somalischer Piraten. Kein anderes Schiff war länger von Piraten besetzt.

Die Crew stammt aus Indien, Pakistan, Ghana, aus dem Sudan, dem Jemen und von den Philippinen. Ein Seemann beging im Oktober letzten Jahres Selbstmord indem er über die Reling sprang und ertrank.

Im Moment liegt das Schiff vor Garacaad in der somalischen quasi-autonomen Region Puntland. Die Piraten fordern ein Lösegeld von 8 Mio. Dollar. Aber in Somalia heißt es, dass es schon seit Monaten keine Gespräche mehr mit den Schiffseignern gibt. Offenbar haben diese kein Interesse mehr an dem 35 Jahre alten Schiff und der Besatzung.

(Source: somaliareport.com)